Die Bundesanwaltschaft hat Anklage im Nord-Stream-Komplex erhoben. Vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Hamburg muss sich der ukrainische Staatsangehörige Serhii K. verantworten.Der Angeschuldigte ist nach Angaben des Generalbundesanwalts unter anderem als Mittäter eines Kriegsverbrechens des Angriffs gegen zivile Objekte, des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, der Zerstörung von Bauwerken und der Störung öffentlicher Betriebe hinreichend verdächtig.Nach Darstellung der Anklage war Serhii K. im Jahr 2022 Offizier der ukrainischen Armee. Er soll gemeinsam mit weiteren Militärangehörigen im Auftrag staatlicher Stellen in der Ukraine den Plan entwickelt haben, die Erdgasleitungen Nord Stream 1 und Nord Stream 2 in der Ostsee zu zerstören.Die Gruppe soll mit einer in Rostock angemieteten Segelyacht militärisch verwendbare Hochleistungssprengstoffe in die Nähe der dänischen Insel Bornholm gebracht und dort Sprengsätze mit Zeitzündern an den Pipelines angebracht haben. Die Detonationen am 26. September 2022 verursachten schwere Schäden. Serhii K. wurde im August 2025 in Italien festgenommen und im November 2025 nach Deutschland überstellt.