06.07.2026 23.58Online seit gestern, 23.58 UhrDer deutsche Marineschiffbauer TKMS soll bis zu zwölf U-Boote nach Nordamerika liefern. Wie der kanadische Premierminister Mark Carney gestern in Halifax mitteilte, setzt Kanada auf eine Zusammenarbeit mit Deutschland. Der deutsche Hersteller stach bei dem Geschäft einen südkoreanischen Konkurrenten aus.Die deutsche Bundesregierung hatte sich mit Blick auf die gemeinsame Abschreckung Russlands sowie die Sicherheitslage im Atlantik und in der Arktis wiederholt für das Geschäft starkgemacht. Allein Deutschlands Verteidigungsminister Boris Pistorius reiste mehrfach zu Gesprächen nach Kanada, zuletzt im Mai.„Ich freue mich, dass wir Kanada von unserem deutsch-norwegischen Angebot im Rahmen des kanadischen U-Boot-Programms überzeugen konnten“, schrieb Deutschlands Außenminister Johann Wadephul in einem sozialen Netzwerk. Kanada, Norwegen und Deutschland würden damit auch ein neues Kapitel der Verteidigungs- und Industriepolitik aufschlagen.Für TKMS ist es der größte U-Boot-Auftrag in der Unternehmensgeschichte. Kanada erhält von der Werft U-Boote des Typs 212CD. Dieses Modell haben Deutschland und Norwegen für die gemeinsame Nutzung entwickelt.Kanada bezieht bisher rund 80 Prozent seiner Militärgüter aus den USA. Das Verhältnis ist aber seit dem neuerlichen Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump schwer belastet. Neben Zöllen wird das Verhältnis auch von Trumps mehrfach geäußertem Wunsch strapaziert, Kanada als 51. US-Staat einzugliedern.