10.07.2026 11.10Online seit heute, 11.10 UhrDie Nichtvalorisierung der Familienleistungen hat heute die Debatte über das Budget von Ressortchefin Claudia Bauer (ÖVP) dominiert. Speziell die FPÖ übte Kritik. Familiensprecherin Ricarda Berger sah eine „Bankrotterklärung gegenüber Familien und Leistungsträgern“. Die grüne Familiensprecherin Barbara Neßler forderte einen schnelleren Ausbau der Kinderbetreuungsplätze.Die Koalition verwies darauf, dass noch immer genug Geld in den Familienbereich fließe. ÖVP-Familiensprecher Norbert Sieber wies darauf hin, dass 7,5 Prozent aller Auszahlungen in den Bereich der Familie gingen, was im europäischen Vergleich ein absoluter Spitzenwert sei.SPÖ und NEOS loben Ausbau von SachleistungenFamilienministerin Bauer sagte, dass leider auch ihr Ressort einen Beitrag zur Budgetkonsolidierung leisten müsse. Doch ergreife man Offensivmaßnahmen, etwa beim Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen, wo man besser werden müsse. SPÖ und NEOS lobten indes jeweils den Fokus auf den Ausbau von Sachleistungen.Die grüne Familiensprecherin forderte, den Ausbau um 50.000 kostenlose Ganztagesbetreuungsplätze zu beschleunigen. Berger wiederum beklagte, dass die klassische Familie von der Regierung nur noch als altmodisches Hindernis behandelt werde.Schlussabstimmung noch heuteIm Anschluss an das Thema Familie werden noch die Kapitel Mobilität und Forschung, Verteidigung sowie Finanzen behandelt. Anschließend finden die Schlussabstimmungen über die Bundesfinanzgesetze für 2027 und 2028 sowie den Finanzrahmen statt, bevor sich der Nationalrat in die Sommerpause verabschiedet.