10.07.2026 10.50Online seit heute, 10.50 UhrDamit Züge im gesamten Schienennetz der EU ohne technische und administrative Hindernisse über Ländergrenzen hinweg fahren können, soll das Europäische Eisenbahnverkehrsleitsystem (ERTMS) bis 2050 flächendeckend umgesetzt werden.Zentral ist das Zugsicherungssystem ETCS, auf das die nationalen Bahnen umrüsten müssen: Strecken, Züge und Loks. Bei den ÖBB sorgt das für einen Digitalisierungsschub, konstatiert der Rechnungshof (RH) in einem am Freitag veröffentlichten Bericht.Genehmigungen ausständigDie ÖBB setzten zur Zeit der Rechnungshofprüfung (2020 bis 2024) sowohl etablierte nationale Zugsicherungssysteme als auch ETCS ein, teilte die Behörde mit. Teilweise konnten die ÖBB aber bereits umgerüstete Anlagen nicht in Betrieb nehmen, weil Genehmigungen durch das Infrastrukturministerium ausstanden.Der Grund: Rechtsunsicherheiten über eisenbahnrechtliche Genehmigungspflichten. Der Rechnungshof empfiehlt, offene Verfahren ehestmöglich abzuschließen.Upgrade der S-Bahn-Stammstrecke WienDas ETCS-System soll beispielsweise auch auf der 13 Kilometer langen S-Bahn-Stammstrecke in Wien implementiert werden. Sie wird in den kommenden Monaten und Jahren saniert sowie modernisiert.Hier ist ETCS die Voraussetzung für eine Erhöhung der Streckenkapazität, indem die minimalen Zugfolgezeiten von rund drei Minuten auf 2,5 Minuten verkürzt werden. Diese sehr kurzen Zugfolgezeiten setzen die aktuellste ETCS-Version sowie eine hohe Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Fahrzeuge voraus.Folglich mahnt der Rechnungshof ein, Störungskonzepte zu entwickeln, die wirksame Strategien zur Wiederherstellung des Planbetriebs im Störungsfall enthalten. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.