10.07.2026 10.07Online seit heute, 10.07 UhrInfolge der starken Kürzungen internationaler Hilfsgelder haben den Vereinten Nationen zufolge mindestens eine Million Frauen und Mädchen den Zugang zu dringend benötigten Unterstützungsangeboten verloren. Das geht aus einem von der UNO-Frauenorganisation UN Women veröffentlichten Bericht hervor.„Während bewaffnete Konflikte den höchsten Stand seit 80 Jahren erreichen, geht Organisationen, die lebensrettende Hilfe für Frauen und Mädchen leisten, das Geld aus“, heißt es darin.„Jeder Dollar, der Frauenorganisationen entzogen wird, fehlt den Überlebenden konfliktbedingter sexueller Gewalt, vertriebenen Müttern, Mädchen, die zum Schulabbruch gezwungen wurden, und Gemeinschaften, die ums Überleben kämpfen“, wurde Sofia Calltorp, Leiterin der humanitären Hilfe bei UN Women, in dem Bericht zitiert.Die Entwicklungshilfe ist laut Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im Jahr 2025 um 23 Prozent gesunken – der stärkste je verzeichnete Rückgang binnen eines Jahres. Haupttreiber sei der weitestgehende Rückzug der USA aus der internationalen Entwicklungshilfe.Aber auch Deutschland, Großbritannien, Japan und Frankreich hätten mit Kürzungen in dem Bereich merklich dazu beigetragen, erklärte die OECD.