Forderungen nach Verschiebung des deutschen Klimaziels

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11.07.2026 11.23Online seit heute, 11.23 UhrVertreter und Vertreterinnen aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik fordern eine Verschiebung des deutschen Zieljahrs für Klimaneutralität um fünf Jahre.Statt 2045 solle Deutschland das europäische Zieljahr 2050 übernehmen, sagten unter anderem der Chef der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE), Michael Vassiliadis, und RWE-Vorstandschef Markus Krebber der „Welt am Sonntag“.Krebber sieht in einer Anpassung des Zieldatums eine Möglichkeit, die deutsche Industrie zu entlasten. Der bisherige deutsche Sonderweg, fünf Jahre früher klimaneutral werden zu wollen als die EU, verteuere den Standort, ohne zusätzliche Klimawirkung zu erzielen, sagte er. Das deutsche Klimaziel sollte deshalb „dem europäischen Ziel angeglichen werden“, forderte der RWE-Chef.Auch die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) plädiert in einem Positionspapier dafür, den Reduktionspfad im europäischen Emissionshandel an das EU-Klimaziel 2050 anzupassen. Die Gewerkschaft warnt andernfalls vor steigenden Kosten und Wettbewerbsnachteilen.Die Vorsitzende der CDU-Mittelstandsvereinigung MIT, Gitta Connemann, sprach sich für einen „realistischeren“ Zeitplan aus: „Wir wollen weniger CO2, nicht weniger Industrie, deshalb muss der Emissionshandel zur Wirklichkeit passen.“Hintergrund ist der europäische Emissionshandel als zentrales Klimaschutzinstrument der EU auf dem Weg zur Klimaneutralität. Dabei müssen Unternehmen für ihre CO2-Emissionen Emissionszertifikate vorweisen. Diese können gehandelt werden. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.