UNO-Bericht: Nachhaltigkeitsziele durch Finanzlücke gefährdet

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07.07.2026 22.48Online seit heute, 22.48 UhrMit weniger als vier Jahren bis zur selbst gesetzten Frist drohen die Vereinten Nationen ihre ambitionierten Nachhaltigkeitsziele, etwa das Ende extremer Armut oder des Hungers auf der Welt, zu verfehlen.Bei der Hälfte der anvisierten Fortschritte hinke man hinterher und in 15 Prozent der Fälle sei man sogar unterhalb des Ausgangslevels von 2015, hieß es in dem „Bericht zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung 2026“. Nur in 36 Prozent der Fälle sei man auf Kurs.Die Vereinten Nationen haben sich vor elf Jahren in der Agenda 2030 insgesamt 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung auf ökonomischer, sozialer und ökologischer Ebene gegeben. Sie gelten weltweit – zu den Zielen gehören ein Ende der Armut und des Hungers, sauberes Wasser und saubere Energie, aber auch menschenwürdige Arbeit, hochwertige Bildung, Klimaschutz und Frieden.Grund für den fehlenden Fortschritt in manchen Bereichen sei vor allem eine Finanzierungslücke von vier Billionen US-Dollar (rund 3,5 Billionen Euro). Die Entwicklungshilfe sei im Jahr 2025 um 23 Prozent drastisch gesunken – der stärkste jemals verzeichnete jährliche Rückgang.Konkret seien etwa die Fortschritte bei der Beseitigung der extremen Armut ins Stocken geraten. „Die weltweite Quote liegt im Jahr 2026 bei zehn Prozent – nur drei Prozentpunkte unter dem Durchschnittswert von 2015“, hieß es in dem Bericht.Globale Krisen behinderten den Fortschritt zu einem Leben ohne Hunger – darunter etwa der Iran-Krieg und die damit verbundene Einschränkung des Schiffverkehrs in der für die Welternährung wichtigen Straße von Hormus. Hunger und Ernährungsunsicherheit seien seit 2021 zwar zurückgegangen, liegen aber weiterhin über dem Niveau von 2015. Kürzungen gefährdeten zudem jahrzehntelange Fortschritte in der globalen Gesundheit.