ÖGB: Schließen der Lohnlücke positiv für Staatshaushalt

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12.07.2026 07.57Online seit heute, 7.57 UhrDie Gehalts- und Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern zu reduzieren, würde nicht nur der Gleichstellung dienen, sondern auch dem Staatshaushalt zugute kommen, so das Fazit aus einer Analyse des Österreichischen Gewerkschaftsbunds (ÖGB).Würde der gesamte Gender-Pay-Gap (Lohnlücke) pro Arbeitsstunde verschwinden, würden laut ÖGB-Berechnung etwa neun Milliarden Euro zusätzliche Steuern und Sozialversicherungsbeiträge anfallen.In einem ersten Szenario simulieren die Ökonomen und Ökonominnen des ÖGB die Schließung des unbereinigten Gender-Pay-Gaps pro Arbeitsstunde – Gehaltsunterschiede aufgrund der höheren Teilzeitquote bei Frauen werden hier nicht beachtet. Die entsprechende Lohnlücke betrug 16 Prozent und wurde zur Simulation den Frauengehältern aufgeschlagen. Resultat der Berechnung: Arbeitnehmerinnen würden durchschnittlich um 366 Euro netto pro Monat mehr verdienen, die Kassen des Staates und der Sozialversicherungen mit neun Milliarden Euro gefüllt werden.In einem zweiten Szenario wird nur jene Lohnlücke berücksichtigt, die sich nicht durch geschlechterspezifische Unterschiede mit Bezug auf „Branche, Beruf, Arbeitszeit, Alter und weitere Merkmale“ erklären lässt. Auch hier würden Frauen bei einer Schließung der Lücke im Schnitt um 10,2 Prozent bzw. 221 Euro pro Monat netto mehr verdienen, die öffentliche Hand hätte Mehreinnahmen von 5,4 Milliarden Euro im Jahr.Basis für die Berechnungen sind Mikrozensus-Daten aus dem Jahr 2024 von Arbeiterinnen und Arbeitern sowie Angestellten im Alter von 20 bis 59 Jahren. Die Gehälter von Beamten, Lehrlingen und Vertragsbediensteten wurden nicht berücksichtigt.