10.07.2026 20.12Online seit heute, 20.12 UhrDie Europäische Kommission untersucht die Übernahme von Porta durch den österreichischen Möbelriesen XXXLutz wegen möglicher Verstöße gegen EU-Wettbewerbsrecht. Konkret stehen die Unternehmen im Verdacht, mit der Durchführung der Übernahme nicht abgewartet zu haben, bis eine Genehmigung dafür vorlag, teilten die Brüsseler Wettbewerbshüter heute mit.Die geplante Transaktion zwischen XXXLutz und Porta wurde Anfang Jänner 2025 öffentlich bekanntgegeben, bei der EU-Kommission bisher aber nicht förmlich angemeldet. „Nach vorläufiger Einschätzung der Kommission hat diese Transaktion eine EU-weite Bedeutung und wäre der Kommission zu melden“, heißt es in der Mitteilung. Das wäre eine Zuwiderhandlung gegen die EU-Fusionskontrollverordnung.Bis zur Freigabe dürfen die beteiligten Unternehmen laut EU-Regeln keine Maßnahmen ergreifen, die zu einem faktischen Kontrollwechsel führen – etwa die Abstimmung von Geschäftsabläufen oder den Austausch sensibler und wettbewerbsrelevanter Informationen.Der EU-Kommission lägen Hinweise vor, wonach XXXLutz und Porta möglicherweise gegen diese Stillhalteverpflichtung verstoßen hätten, heißt es in der Mitteilung.Sollten die Wettbewerbshüter einen Verstoß feststellen, könnten sie gegen die Unternehmen eine Strafe von bis zu zehn Prozent des weltweiten Konzernumsatzes verhängen. Unabhängig von der nun eröffneten Untersuchung soll laut Brüsseler Behörde geklärt werden, ob die Übernahme grundsätzlich mit europäischem Wettbewerbsrecht vereinbar ist.