Apple hat OpenAI vor einem Bundesgericht in Kalifornien verklagt. Der iPhone-Hersteller wirft dem KI-Unternehmen vor, vertrauliche Informationen über noch nicht angekündigte Produkte beschafft und für den Aufbau der eigenen Hardwareabteilung genutzt zu haben.OpenAI-CEO Sam Altman dürfte nicht gut auf Apple zu sprechen seinDie Klage verschärft den Konflikt zwischen zwei Unternehmen, die seit der Integration von ChatGPT in Apples Betriebssysteme im Sommer 2024 eigentlich zusammenarbeiten.Vorwürfe gegen frühere Apple-MitarbeiterNach Darstellung von Apple soll OpenAI Bewerber dazu aufgefordert haben, Einzelheiten über interne Projekte offenzulegen und Bauteile oder Prototypen zu Vorstellungsgesprächen mitzubringen. Zudem soll ein inzwischen für OpenAI tätiger ehemaliger Apple-Mitarbeiter technische Dokumente von einem Apple-Laptop heruntergeladen haben.Als Beklagte werden neben OpenAI auch zwei frühere Apple-Beschäftigte genannt. Dazu gehört Tang Tan, der viele Jahre an der Entwicklung von iPhone und Apple Watch beteiligt war und inzwischen die Hardwareaktivitäten von OpenAI leitet. Nach Angaben der New York Times wirft Apple diesem vor, neue Mitarbeiter darüber informiert zu haben, wie sie interne Kontrollen beim Ausscheiden aus dem Unternehmen umgehen könnten.Zur WWDC 2024 kündigten beide Unternehmen eine umfangreichePartnerschaft anDie beschafften Informationen sollen OpenAI auch dabei geholfen haben, Kontakt zu Apples Fertigungspartnern aufzunehmen. Dabei sei unter anderem nach einem Verfahren gefragt worden, mit dem Apple Metalloberflächen seiner Geräte bearbeitet. Apple fordert eine gerichtliche Anordnung, die OpenAI die Nutzung und Weitergabe der fraglichen Informationen untersagt.Partnerschaft gerät weiter unter DruckOpenAI seinerseits weist die Anschuldigungen zurück und erklärt, kein Interesse an Geschäftsgeheimnissen anderer Unternehmen zu haben. Apple zufolge hatte der Konzern bereits im Februar auf mögliche Verstöße hingewiesen, darauf jedoch keine Antwort erhalten.Die Klage folgt auf eine zunehmend angespannte Zusammenarbeit. Apple hatte ChatGPT 2024 als zusätzliche KI-Funktion in Siri und weitere Systembereiche eingebunden. OpenAI zeigte sich später unzufrieden mit der geringen Sichtbarkeit der Integration und erwog seinerseits rechtliche Schritte.ChatGPT ist sogar in den macOS-Systemeinstellungen vertretenParallel baut OpenAI gemeinsam mit Jony Ive eine eigene Hardwarefamilie auf. Das Unternehmen hat dafür zahlreiche frühere Apple-Mitarbeiter angeworben. Laut der Klageschrift arbeiten inzwischen mehr als 400 ehemalige Apple-Beschäftigte für OpenAI. Zuletzt wechselte auch ein führender Vision-Pro-Manager zu dem KI-Anbieter.Welche Geräte OpenAI vorbereitet, ist weiterhin unklar. Frühere Berichte beschrieben einen kompakten, dauerhaft aktiven KI-Assistenten ohne klassischen Bildschirm. Die aktuelle Auseinandersetzung dürfte nun auch die weitere Zusammenarbeit bei Siri und Apple Intelligence belasten.The post Apple verklagt OpenAI: Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen first appeared on ifun.de.