Wohl letzte Nutzerin einer Eisernen Lunge gestorben

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11.07.2026 18.32Online seit heute, 18.32 UhrMit der US-Amerikanerin Martha Lillard ist die letzte bekannte Polio-Überlebende gestorben, die zum Atmen auf eine Eiserne Lunge angewiesen war. Die an Kinderlähmung erkrankte Frau starb nach Berichten mehrerer US-Medien bereits Ende Juni im Alter von 78 Jahren in Oklahoma.Lillard hatte sich 1953 im Alter von fünf Jahren mit Polio infiziert, zwei Jahre bevor in den USA der erste Impfstoff gegen die Krankheit eingeführt wurde. Die Infektion lähmte große Teile ihres Körpers und schädigte ihre Atemmuskulatur dauerhaft. Nach Angaben ihrer Familie blieb Lillard selbstständig und kreativ. Sie malte, schrieb Gedichte und komponierte Musik am Klavier.Während andere Polio-Überlebende auf moderne Beatmungsgeräte umsteigen konnten, blieb Lillard auf die Eiserne Lunge angewiesen. Sie habe zwar verschiedene Alternativen ausprobiert, doch keines habe ihr die nötige Unterstützung beim Atmen geboten, sagte sie noch wenige Tage vor ihrem Tod dem Lokalsender KFOR.Zuletzt habe sich ihr Gesundheitszustand zunehmend verschlechtert, berichtete die Schwester der Verstorbenen, auch infolge von Langzeitauswirkungen zweier Covid-19-Infektionen. Gleichzeitig sei die Wartung der Jahrzehnte alten Eisernen Lunge, auf die Lillard den Berichten zufolge zuletzt rund um die Uhr angewiesen war, zunehmend schwieriger geworden.Die Eiserne Lunge ist ein großer Metallzylinder, der Patienten und Patientinnen mit Hilfe von Druckveränderungen beim Atmen unterstützt.Polio ist eine ansteckende Infektionskrankheit, die vor allem bei Kleinkindern dauerhafte Lähmungen hervorrufen und zum Tod führen kann. Aufgrund engagierter Impfkampagnen in den vergangenen Jahrzehnten gilt Polio seit Jahren als weltweit nahezu ausgerottet. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.