14.09.2026 21.46Online seit heute, 21.46 UhrUngarns neue Regierung hat einen Gesetzesentwurf vorgelegt, um das umstrittene LGBTQ-Gesetz der Vorgängerregierung von Ministerpräsident Viktor Orban zu ändern.Der heute eingebrachte Entwurf sieht vor, Passagen aus dem ungarischen Kinderschutzgesetz zu streichen, welche die „Förderung“ und die „Darstellung“ von Homosexualität etwa in Filmen und im Fernsehen für Minderjährige untersagt hatten.Jahrelanger Einschnitt queerer RechteKünftig sollen allgemein Inhalte verboten sein, welche die körperliche, geistige, emotionale oder moralische Entwicklung von Kindern „ernsthaft beeinträchtigen“ können. Unter Orban hatte Ungarn jahrelang die Rechte von queeren Menschen eingeschränkt. Das 2021 geänderte Kinderschutzgesetz sieht vor, dass Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren keine Informationen über Homosexualität oder Geschlechtsänderungen erhalten sollten.Die Darstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften etwa im Fernsehen darf in Ungarn seitdem nicht in Sendungen für Personen unter 18 Jahren gezeigt werden. Bücher mit derartigen Inhalten müssen foliert angeboten werden.Die Orban-Regierung nutzte zuletzt die strikten Vorgaben auch, um Pride-Paraden zu verbieten, was allerdings misslang: Die offiziell verbotene Pride 2025 in Budapest wurde zu einer Anti-Regierungs-Demonstration mit Hunderttausenden Teilnehmern. Im April hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden, dass das Gesetz gegen EU-Recht verstößt.Magyar: Neue Regeln „unabhängig von sexueller Orientierung“Ungarns neuer Ministerpräsident Peter Magyar sagte, seine Regierung werde „streng“ und „kompromisslos“ gegen Medieninhalte vorgehen, „die Minderjährigen zugänglich sind und sexuelle Gewalt, Manipulation und Ausbeutung fördern“. Die neuen Vorgaben seien aber „unabhängig von sexueller Orientierung“ und daher im Einklang mit EU-Recht. Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.