14.09.2026 09.57Online seit heute, 9.57 UhrDas renommierte Kennedy Center in Washington steht laut einem US-Medienbericht vor dem Aus. Wie die „Washington Post“ gestern (Ortszeit) berichtete, droht dem traditionsreichen Kulturzentrum unter anderem wegen fehlender Einnahmen der Bankrott.Laut der Zeitung vorliegenden Unterlagen soll der Verwaltungsrat voraussichtlich morgen darüber abstimmen, ob das Hauptgebäude aus finanziellen und sicherheitstechnischen Gründen geschlossen werden soll.Laut der „Washington Post“ beliefen sich die Einnahmen des Zentrums im vergangenen Geschäftsjahr auf nur etwa 124 Millionen Dollar (rund 107 Mio. Euro), geplant waren 220 Millionen Dollar. Zudem wurde das Gebäude Anfang des Monats bei einem schweren Sturm beschädigt.Dem Bericht zufolge warnen die Verantwortlichen davor, dass das Zentrum binnen weniger Wochen „möglicherweise nicht mehr in der Lage sein könnte, Gehälter zu zahlen oder Verträge für routinemäßige Instandhaltungsarbeiten zu erfüllen“.Eine öffentliche Würdigung von US-Präsident Donald Trump im Zentrum würde aus ihrer Sicht allerdings dazu beitragen, Spenden zu sichern, um das Zentrum über Wasser zu halten.Die Verwaltungsratsmitglieder wurden laut dem Bericht „gebeten, aus zehn Textvorschlägen auszuwählen, die an der Außenfassade des Gebäudes unterhalb des Namens angebracht werden könnten“, um Trump öffentlich für die Renovierung zu würdigen.Trump hatte der renommierten Einrichtung eine links-„woke“ Haltung vorgeworfen und sich selbst an die Spitze eines Verwaltungsrats mit handverlesenen Mitgliedern gesetzt. Zudem ließ der US-Präsident seinen Namen vor dem Kennedys an der Fassade des Zentrums anbringen. Das führte zu einem langwierigen Rechtsstreit und einem Einbruch der Besuchszahlen.