18.09.2026 07.22Online seit heute, 7.22 UhrAustralien hat heute eine deutliche Verschärfung seiner Visa-Bestimmungen im Rahmen einer größeren Einwanderungsreform angekündigt. Wer etwa die Gültigkeitsdauer seines Visums überschreitet, müsse künftig im Zuge der neuen Vorschriften mit Abschiebehaft rechnen, sagte Australiens Vizeaußenminister Matt Thistlethwaite im Sender News24. Die Regierung wolle damit die Zahl derer verringern, die länger in Australien bleiben als erlaubt.Zuletzt war diese Zahl laut seinen Angaben auf 77.000 Menschen gestiegen. Die Maßnahme solle dafür sorgen, „dass sich die Menschen an die Auflagen halten“. Personen, die kein Aufenthaltsrecht in Australien hätten, würden abgeschoben, fügte er hinzu.Die neue Regelung sieht außerdem die Einführung eines Losverfahrens für das bei jungen Rucksackreisenden beliebte Programm „Working Holiday“ vor. Außerdem soll die Einreise von Angehörigen unterbunden werden, die Studierende begleiten.Die regierende Labour-Partei bestreitet, dass sie die Visa-Bestimmungen als Reaktion auf den Aufstieg der rechtspopulistischen Partei One Nation verschärft. Diese hat in diesem Jahr stark an Zustimmung gewonnen. Sie fordert eine drastische Reduzierung der Einwanderung.