18.09.2026 06.39Online seit heute, 6.39 UhrDer Chef der Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida, Roman Hebenstreit, will bei der Herbstlohnrunde „anständige“ Abschlüsse zu den Kollektivverträgen (KV) erreichen.Zwischen Juli 2019 und Juli 2026 seien die Reallöhne um 0,8 Prozent zurückgegangen, in der Gastronomie und Beherbergung und der Warenherstellung habe der Rückgang sogar 2,7 bzw. 1,8 Prozent betragen, sagte Hebenstreit im APA-Gespräch.Heuer kein Auftakt mit MetallernDie Gewerkschaft vida verhandelt im Herbst mit der Wirtschaftskammer (WKÖ) die kollektivvertraglichen Lohnabschlüsse für die Bereiche Bus, Eisenbahn, Handel (Arbeiter), Lkw, Reinigung und private Sicherheitskräfte.Weil die Belastung und der Personalbedarf in diesen Bereichen hoch sei, müssten die Löhne spürbar steigen, fordert die Gewerkschaft. Die Herbstlohnrunde startet dieses Jahr im Oktober ohne Metaller, weil sich die Sozialpartner im Vorjahr auf einen zweijährigen „Krisenabschluss“ geeinigt hatten.Vorgabe ist Inflation mit über drei ProzentDie rollierende Inflation der vergangenen zwölf Monate beträgt aufgrund der höheren Dienstleistungs- und Energiepreise über drei Prozent. Bei den Handelsarbeitern lagen die KV-Abschlüsse in den vergangenen zwei Jahren unter der rollierenden Inflation. „Diese Krisenabschlüsse haben die Lebensmittel nicht billiger, aber die Beschäftigten ärmer gemacht“, kritisierte Hebenstreit.