18.09.2026 20.17Online seit heute, 20.17 UhrVerkleidet als Frau in einem langen Kleid, mit Perücke und einem Kleinkind auf dem Arm: So versuchte ein mutmaßlicher Serienmörder in Brasilien, die Polizei zu täuschen und zu entkommen. Doch nach einem mehr als 30-stündigen Einsatz einer Spezialeinheit wurde der 33-Jährige festgenommen, wie die Zivilpolizei des Bundesstaates Paraiba im Nordosten des südamerikanischen Landes mitteilte.Lächelnd trat der Mann vor den Kameras auf, als er sich bereits in Handschellen die lange schwarze Perücke abnahm, wie in Videos zu sehen war. Nach eigenen Angaben soll er rund 80 Menschen getötet haben – zum ersten Mal im Alter von etwa 13 Jahren nach einem Angriff auf seinen Vater. „Ich bin kein Psychopath und keine gefährliche Person. Ich bin ein guter Mensch. Jeder kennt mich“, sagte der mutmaßliche Mehrfachmörder bei der Vernehmung, wie in der Sendung „Balanco Geral“ zu sehen war. Alle seine Opfer hätten Verbindungen zur Unterwelt gehabt, er habe nach Bedrohungen gegen seine Familie Selbstjustiz üben wollen.Laut Polizei soll der Mann einer kriminellen Vereinigung angehören, die mehrere Menschen in der Region des Mamanguape-Tals getötet hat. Die genaue Zahl der Opfer wird noch geprüft. Es gebe bereits Indizien, die ihn mit 16 Tötungen innerhalb von nur drei Monaten in Verbindung brächten, sagte Polizeikommissar Douglas Garcia der „Jornal da Paraiba“.Am Tag vor seiner Festnahme waren der Polizei zufolge zwei seiner mutmaßlichen Komplizen festgenommen worden. Der Mann bestreitet jedoch, Mitglied einer Bande zu sein. Erst im Mai war der mutmaßliche Mörder aus der Haft entlassen worden. Laut der Zeitung „O Globo“ soll er seit seiner Jugend mindestens fünf Jahre seines Lebens hinter Gittern verbracht haben.