Österreich bei EU-Lohntransparenzrichtlinie säumig

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15.09.2026 10.39Online seit heute, 10.39 UhrHeute sind es 100 Tage, dass die Umsetzungsfrist für die EU-Lohntransparenzrichtlinie in österreichisches Recht abgelaufen ist.Ein Entwurf von Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) liegt vor, es fehlt aber weiterhin die Zustimmung der beiden Koalitionspartner ÖVP und NEOS. Bisher zeichnet sich keine rasche Einigung ab. Kritik an der Blockade kommt von der Opposition.Entwurf liegt auf dem TischDen Entwurf hatte die Ministerin nach ausgebliebener Einigung der Sozialpartner einen Tag vor Ablauf der Frist, 7. Juni, vorgelegt. Laut Ministerium waren die Gespräche der Sozialpartner „weit fortgeschritten“ und viele Punkte bereits geklärt.„Jetzt geht es darum, die noch offenen Punkte mit den Koalitionspartnern zu klären. Auf deren Rückmeldung warten wir derzeit noch“, hatte es zuletzt aus dem Ministerium gegenüber der APA geheißen.„Die Sozialpartner sind hierzu im Austausch“, so der Kommentar aus dem ÖVP-Parlamentsklub. Die Volkspartei beharrte zuletzt dem Vernehmen nach auf einer Einigung von Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern. Auch der Koalitionspartner NEOS verwies lediglich auf bisherige Aussagen. NEOS hatte in der Vergangenheit eine überbordende Bürokratie durch „Gold Plating“, einer Übererfüllung der EU-Vorgaben, befürchtet.Frauen verdienen immer noch deutlich wenigerLaut den letzten verfügbaren Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat für das Jahr 2024 verdienten Frauen hierzulande mit Blick auf die Bruttostundenlöhne 17,6 Prozent weniger als Männer. Größer war die Lücke nur in Estland und in der Tschechischen Republik. Im EU-Schnitt betrug die Lohnlücke 11,1 Prozent.