16.09.2026 13.27Online seit heute, 13.27 UhrDie Regierung bringt einen Strompreisdeckel für Haushalte und Betriebe für den Fall einer Energiekrise auf den Weg. Die Regierungsparteien ÖVP, SPÖ und NEOS wollen damit einen Preisschock wie 2022 verhindern.Konkret soll der Strompreis bei zehn Cent netto pro Kilowattstunde (kWh) eingefroren werden, wenn er über 16,5 Cent steigt. In der Industrie werden die Subventionen von 60 auf über 500 Unternehmen ausgeweitet, kündigten Regierungsvertreter heute an.Die Gesetzesentwürfe sollen nun in Begutachtung geschickt und noch heuer im Parlament beschlossen werden, wie es nach dem Ministerrat im Pressefoyer hieß. Der Preisdeckel soll im Fall des Falles direkt auf der Stromrechnung und ohne Antrag verrechnet werden.Damit der Krisenmechanismus bei Strom greift, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein. So muss der Großhandelspreis für Monatsfutures im Sechsmonatsdurchschnitt drei Monate hintereinander über 165 Euro pro Megawattstunde (MWh) liegen, und der durchschnittliche Arbeitspreis der Hauptprodukte der Stromversorger muss mehr als 16,5 Cent pro kWh netto betragen.Die E-Control soll die Voraussetzungen monatlich prüfen. Aktuell liegt der Haushaltsenergiepreis netto bei rund 14 Cent pro kWh und der Großhandelsvergleichswert bei 109 Euro pro MWh.