WEF: 120 Jahre bis zur Geschlechtergleichheit

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16.09.2026 12.24Online seit heute, 12.24 UhrDie schwer erkämpften Fortschritte in Richtung Geschlechtergleichheit in Führungspositionen sind nach einem Bericht der Stiftung Weltwirtschaftsforum (WEF) in Gefahr. Die Zahl der Frauen in politischen Ämtern sei nach Jahren der positiven Entwicklung inzwischen wieder niedriger als 2006, heißt es im jährlichen WEF-Bericht über die Geschlechterkluft, wie heute bekanntwurde.Die Coronavirus-Pandemie war laut WEF-Angaben eine Zäsur, danach habe es Rückschritte gegeben. Wenn das Tempo der Bemühungen nicht erhöht werde, dürfte es 120 Jahre dauern, bis Geschlechtergleichheit erreicht sei.Gleichstellung „kein Selbstläufer“„Gleichstellung ist eine Grundlage für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit, aber sie ist kein Selbstläufer“, sagte WEF-Geschäftsführerin Saadia Zahidi. Eine neue Wirtschaft erfordere einen neuen Ansatz im Umgang mit Talenten.In einer Stichprobe von 39 Volkswirtschaften waren auf der Spitzenposition in Vorstand oder Geschäftsführung von Unternehmen nur rund 19 Prozent Frauen.Frauen in KI-Branche unterrepräsentiertWeltweit sei die Zahl der Ministerien in Frauenhand gesunken, und seit 2008 habe sich der Anteil der von Frauen geführten Ministerien, die als einflussreich gelten, nicht verändert. Er liege nur bei rund zehn Prozent.In der relativ neuen Industriebranche künstliche Intelligenz seien Frauen in der Führungsetage und entlang der gesamten KI-Wertschöpfungskette noch stärker unterrepräsentiert als in anderen Branchen, so das WEF. Das gelte von der Infrastruktur über die Entwicklung von Basismodellen bis hin zu Anwendungen.