Apple hat weitere Details zu der hierzulande auch Referenzbild genannten Technologie „Apple Reference Image“ veröffentlicht. Die mit dem iPhone 18 Pro eingeführte Funktion soll nachweisbar machen, dass der Inhalt eines Fotos tatsächlich von der iPhone-Kamera erfasst wurde. Die technische Absicherung der Aufnahme beginnt bereits im Kamerasensor. Wird der Referenzmodus aktiviert, wechselt der Sensor in einen speziellen Betriebsmodus und signiert die erfassten Bilddaten unmittelbar bei der Aufnahme.Kamerasensor mit iPhone verknüpftDie Firmware des Sensors könne die Bilddaten in diesem Modus nicht verändern. Auch ein Austausch des Kamerasensors soll nicht unbemerkt möglich sein. Der Kamerasensor erzeugt laut Apple bereits bei der Produktion einen eigenen kryptografischen Schlüssel, der mit der Secure Enclave des jeweiligen iPhones verknüpft wird..Mithilfe kryptografischer Zeitstempel sichert Apple auch den Zeitpunkt der Aufnahme ab. Das iPhone erhält im Durchschnitt etwa alle 15 Minuten automatisch einen solchen Zeitstempel. Der zuerst empfangene Zeitstempel markiert die frühestmögliche Aufnahmezeit. Nach dem Fotografieren wird ein zweiter Zeitstempel angefordert. Damit lässt sich die Aufnahme einem Zeitfenster zuordnen, ohne sich auf die vom Betriebssystem eingestellte Uhrzeit verlassen zu müssen. Ist das iPhone offline, wird die zweite Bestätigung nachgeholt, sobald wieder eine Verbindung besteht.Gesichertes digitales NegativAus den Sensordaten, Zeitstempeln und weiteren Informationen entsteht zunächst ein gesichertes digitales Negativ im DNG-Format. Dieses kann laut Apple beliebig lange auf dem Gerät verbleiben und auch in diesem Zustand weitergegeben werden.Erst wenn daraus ein Referenzbild erstellt werden soll, überträgt das iPhone das digitale Negativ an Apples Private-Cloud-Server. Apple zufolge sind die Systeme so aufgebaut, dass das Unternehmen selbst keinen Zugriff auf die Bildinhalte hat.Sensoren können nachträglich gesperrt werdenApple hat zudem einen Mechanismus für den Fall vorgesehen, dass die Sicherheitsmaßnahmen eines Geräts doch umgangen werden. Bei der Verarbeitung werde geprüft, ob die Rohdaten typische Eigenschaften des verwendeten Kamerasensors aufweisen. Ergeben sich bei einem Sensor wiederholt Auffälligkeiten, kann dieser für weitere Referenzbilder gesperrt werden. Auf diese Weise lassen sich auch bereits erstellte Referenzbilder nachträglich als nicht mehr vertrauenswürdig erkennen.Wie bereits berichtet, können Nutzer in der Europäischen Union solche Referenzbilder zum Start allerdings nur betrachten und überprüfen, nicht selbst aufnehmen.★ iPhone-Ticker bei Google bevorzugen ★Der Beitrag Apples Referenzbild: Die Technik im Hintergrund erklärt Wurde zuerst auf iphone-ticker.de veröffentlicht.