17.09.2026 11.06Online seit heute, 11.06 UhrDie wegen des Iran-Krieges explodierenden Spritpreise zwingen die Billigfluggesellschaft Wizz Air, auf die Bremse zu treten. Die ungarische Fluglinie kündigte heute an, ihre geplante Kapazität für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres um fünf Prozent zu kürzen.Anleger und Anlegerinnen zeigten sich davon jedoch unbeeindruckt, da das Unternehmen gleichzeitig seine kurzfristige Ertragsprognose nach einem starken Sommer anhob: Die Aktie legte um mehr als drei Prozent zu.Wizz Air erwartet nun im Zeitraum Juli bis September einen Umsatz auf Vorjahresniveau statt eines Rückgangs im niedrigen einstelligen Prozentbereich.Der Iran-Krieg hat die globale Luftfahrtbranche wegen der gestiegenen Kerosinpreise in die schwerste Krise seit der Pandemie gestürzt. Die lettische Fluggesellschaft airBaltic meldete deswegen als erste europäische Airline in dieser Woche Insolvenz an. Auch große US-Fluggesellschaften reduzierten ihre Flugpläne bereits, um die Erträge zu sichern.Wizz Air versucht unterdessen, mit neuen Langfristzielen die Investoren von seinem Ultra-Low-Cost-Geschäftsmodell zu überzeugen. Bis zum Geschäftsjahr 2030 will die Fluglinie einen Umsatz von zehn Mrd. Euro und eine operative Marge von zehn Prozent erreichen, wie die Gesellschaft mitteilte.