Keine Zollfreiheit mehr für kleine Pakete aus EU-Ausland

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16.09.2026 15.27Online seit heute, 15.27 UhrFür Pakete mit einem Gesamtwert bis zu 150 Euro die aus dem EU-Ausland in die Union eingeführt werden, wird ab November eine neue Bearbeitungsgebühr fällig. Dafür hat das Europäische Parlament heute endgültig grünes Licht gegeben.Wie teuer es wird, ist noch offen: Die EU-Kommission muss noch die Höhe der Gebühr festlegen. Für die Zahlung sind nach Angaben der EU-Staaten die Online-Handelsplattformen zuständig – also nicht etwa die Endverbraucher in Europa.Ihre Höhe soll alle zwei Jahre aktualisiert werden. Die EU-Staaten haben den neuen Regeln bereits zugestimmt, sodass sie im Amtsblatt veröffentlicht werden können und später in Kraft treten.Die neuen Regeln dürften etwa Online-Händler wie Shein, Temu, AliExpress oder auch Amazon betreffen. Die Abgabe soll die steigenden Kosten durch die wachsende Zahl kleiner Sendungen aus dem Online-Handel decken, etwa die Sichtung und Kontrolle bei der Einfuhr.Im Jahr 2025 wickelten die europäischen Zollämter nach Angaben der EU-Staaten rund sechs Milliarden Pakete von Onlinehändlern ab. 90 Prozent davon seien aus China in die EU gelangt.Die neue Bearbeitungsgebühr ist Teil einer größeren Zollreform. Weitere Maßnahmen sollen dafür sorgen, den globalen Handel zu erleichtern, Zölle effizienter zu erheben und die Kontrollen von nicht konformen, gefährlichen oder unsicheren Waren zu verschärfen.