17.09.2026 08.07Online seit heute, 8.07 UhrDie weltweiten Wasserressourcen sind nach einem Bericht der Weltwetterorganisation (WMO) in den vergangenen Jahren knapper geworden. Der Abfluss aus Flüssen sei zurückgegangen, Gletscher schrumpften und in vielen Weltregionen sinke der Grundwasserspiegel, schreibt die WMO heute in ihrem jährlichen Wasserbericht.Beim Grundwasserspiegel waren Zentral- und Osteuropa 2025 besonders betroffen: Kaum anderswo sei das Defizit gegenüber dem Zeitraum 2014 bis 2024 so groß gewesen, berichtet die WMO. Im Großteil Nordeuropas lag der Grundwasserspiegel demnach dagegen über dem langfristigen Niveau.Der menschengemachte Klimawandel, das steigende Wasserbedürfnis der wachsenden Weltbevölkerung und natürliche Schwankungen spielten bei der Entwicklung der Wasserressourcen eine Rolle, sagte Wayne Jenkinson, Direktor der WMO-Abteilung für Hydrologie und Kryosphäre.Die Wasserspeicher schrumpften seit gut zehn Jahren kontinuierlich, so die WMO. Dazu gehören das Grundwasser sowie Wasser in Seen, Gletschern, Böden, Vegetation, Schnee und Eis.Diese Reserven seien wie ein Sparkonto, mit dem früher etwa eine Dürresaison ausgeglichen werden konnte, sagte WMO-Chefin Celeste Saulo. „Wir zehren dieses Sparkonto aber auf“, betonte sie. Fast zwei Drittel der überwachten Brunnen hätten im vergangenen Jahr weniger Wasser als im langfristigen Mittel gehabt.