Studie bekräftigt Nutzen von Frauenquote in Aufsichtsräten

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14.09.2026 13.32Online seit heute, 13.32 UhrFrauen sind in Führungsgremien heimischer Unternehmen nach wie vor unterrepräsentiert. Eine Studie der Forschungs- und Beratungsstelle Arbeitswelt (FORBA) im Auftrag des Frauenministeriums kam zum Ergebnis, dass Quoten zur Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsräten notwendig sind und auch wirken.Gleichzeitig zeige sie, dass Leistung und Qualifikation bei der Besetzung oft weniger zählten als informelle Netzwerke, so Studienautorin Bernadette Allinger heute.Oft informelle (Männer-)NetzwerkeAufsichtsräte setzen sich aus der Kapitalseite, die von den Eigentümern bestellt wird, und der Arbeitnehmerseite, die vom Betriebsrat entsandt wird, zusammen. Auf Kapitalseite zeige sich, dass Männer vorrangig Männer wählen. Laut Studie geht die Besetzung dort häufig über informelle (Männer-)Netzwerke statt über transparente Verfahren.Auf Arbeitnehmerseite rücke zumeist der oder die Betriebsratsvorsitzende in den Aufsichtsrat, wobei die Vorsitzenden mehrheitlich Männer seien, führte Allinger bei der Studienpräsentation aus.Durch die gesetzliche Quotenvorgabe von 30 Prozent habe sich der Frauenanteil in Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen seit 2018 von 22,4 Prozent auf 35,5 Prozent erhöht. Zum Vergleich: In börsennotierten Unternehmen ohne Quotenvorgabe liege der Frauenanteil zurzeit bei 23,6 Prozent.Zehn börsennotierte Unternehmen haben laut der Untersuchung derzeit keine einzige Frau im Aufsichtsrat.Holzleitner: Bei Nichterfüllung von Quote bleibt Sitz leerAufsichtsräte in börsennotierten Gesellschaften müssen ab dem kommenden Jahr mindestens zu 40 Prozent von Frauen besetzt werden. Wird die Quote bei einer Wahl oder Entsendung nicht erfüllt, muss der Sitz leer bleiben, betonte Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ).Im Ministerium sei eine Stelle eingerichtet worden, um die ausgewogene Vertretung der Geschlechter in den Leitungsorganen börsennotierter Gesellschaften zu beobachten.Die Studie legt zudem nahe, dass sich ein höherer Frauenanteil positiv auf die Qualität der Aufsichtsräte insgesamt auswirkt. Das bekräftigte ÖBB-Holding-Aufsichtsratsvorsitzende Brigitte Ederer.