17.09.2026 23.23Online seit heute, 23.23 UhrIn diesem Jahr haben nach UNO-Angaben bisher weniger Geflüchtete und Migranten die Bootsüberfahrt nach Europa versucht, auf dem gefährlichen Seeweg sind aber mehr Menschen ums Leben gekommen.Die Internationale Organisation für Migration (IOM) gab die Zahl der Geflüchteten per Boot bis Mitte September heute mit 60.000 an – das entspricht einem Rückgang von 39 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Doch starben 2.292 Menschen bei der Überfahrt, nach 1.999 im Vorjahr.„Fast jeder Todesfall und jedes Verschwinden auf See ist vermeidbar“, erklärte IOM-Generaldirektorin Amy Pope. Sie fügte hinzu, die Zahlen zeigten, dass die Menschen zunehmend gefährliche Überfahrten auf sich nähmen.Der stärkste Rückgang war den Angaben zufolge auf der Route über das Mittelmeer nach Italien zu verzeichnen. Demnach gelang bis Mitte September 21.393 Menschen die Überfahrt nach Italien – im Vorjahreszeitraum waren es noch mehr als doppelt so viele.Gleichzeitig stieg die Zahl der Todesopfer von 844 auf 996. Die Route nach Spanien über das Mittelmeer und den Atlantik war die danach am tödlichste.