15.09.2026 10.16Online seit heute, 10.16 UhrHass im Netz nimmt zu. Dieses Ergebnis brachte eine heute veröffentlichte Befragung der Statistik Austria. 37 Prozent gaben bei der Befragung im Jahr 2025 an, in den letzten drei Monaten auf Hass im Netz gestoßen zu sein 2023 waren es 31 Prozent gewesen.Am häufigsten richten sich die Beiträge gegen politische oder gesellschaftliche Ansichten (31 Prozent), Religion oder Weltanschauung (26) oder ethnische Zugehörigkeit (25). Besonders Junge sind betroffen.Knapp ein Viertel der Bevölkerung nahm laut Befragung feindselige oder erniedrigende Äußerungen aufgrund sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität wahr (24 Prozent). 20 Prozent beobachteten Angriffe aufgrund des Geschlechts, 17 aufgrund körperlicher oder psychischer Beeinträchtigungen.Die Wahrnehmung von Hass im Netz lag 2025 in Österreich unter dem Durchschnitt der EU-27 (40 Prozent).Die höchsten Anteile an Personen, die Hassrede im Internet beobachteten, verzeichneten Irland (66 Prozent), Ungarn und Finnland (je 56 Prozent). Die niedrigsten Werte wiesen Griechenland (26 Prozent), Lettland (28 Prozent) sowie Litauen und Bulgarien mit jeweils 30 Prozent auf. Auch EU-weit nahm die Wahrnehmung von Hassrede im Vergleich zu 2023 zu: Der Anteil stieg von 34 auf 40 Prozent.Die Statistik Austria führte die Befragung aufgrund einer EU-Verordnung, die die Mitgliedsländer zur Datenlieferung verpflichtet, mit einem europaweit einheitlichen Fragebogen durch. 2025 wurden insgesamt 4.295 Haushalte und 5.550 Personen befragt. Die Erhebung wurde mittels Webfragebögen beziehungsweise Telefoninterviews von April bis Juli 2025 durchgeführt.