17.09.2026 12.44Online seit heute, 12.44 UhrDas britische Königshaus und insbesondere König Charles III. sehen sich durch die Autobiografie des Bruders von Prinzessin Diana neuen Vorwürfen ausgesetzt. In der Biografie „Swan Song. Diana, meine Schwester“, die kommende Woche erscheint, behauptet Charles Spencer Medienberichten zufolge, dass sich der damalige Thronfolger rund um die Beerdigung höchst abfällig über die kurz zuvor gestorbene Diana geäußert habe.Spencer schreibt in dem Buch, er habe nach dem Tod seiner Schwester gegenüber Charles deutlich gemacht, dass Diana nicht gewollt hätte, dass die damals 15 und zwölf Jahre alten Söhne des Paares, William und Harry, im Trauerzug hinter ihrem Sarg hergingen. Der damalige Thronfolger Charles habe sich darüber hinweggesetzt und seinem Zorn freien Lauf gelassen.„Am Telefon entlud sich das, was ich stets als seine aufgestaute Verachtung für Diana und sein Entsetzen darüber empfunden habe, wie sehr ihr Tod die Welt erschütterte“, schreibt Spencer. „Sei unbesorgt“, habe Charles gesagt, „sie wird schnell genug vergessen sein!“Nach Veröffentlichung der ersten Auszüge wies der Buckingham-Palast die Vorwürfe zurück. In einer außergewöhnlich deutlichen Erklärung des Palastes wurden Spencer indirekt Erinnerungslücken und ein getrübtes Urteilsvermögen unterstellt. „Seine Majestät ist sich bewusst, dass der Schmerz über den Verlust einer Schwester oder eines Bruders den Verstand trüben, das Urteilsvermögen beeinträchtigen und die Erinnerung verfärben kann.“ Das könne „selbst viele Jahre nach einem solchen Verlust“ andauern, erklärte ein Palastsprecher gestern Abend.