18.09.2026 21.38Online seit heute, 21.38 UhrDie deutsche Regierung aus Union und SPD will angesichts der hohen Spritpreise kurzfristig mit einem neuen Tankrabatt entlasten. Dieser soll ab Oktober bis Ende des Jahres gelten. Wird er voll weitergegeben, könnte die Entlastung 17 Cent pro Liter betragen. Von Anfang Mai bis Ende Juni galt bereits ein Tankrabatt auf Benzin und Diesel mit einer Entlastung in derselben Größenordnung.„Bund und Länder werden die Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen angesichts der hohen Spritpreise gemeinsam entlasten“, teilte die Bundesregierung mit – kurz vor den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte am Dienstag Entlastungen angekündigt.Zudem ist spätestens ab Jänner 2027 auch ein Spritpreisdeckel nach dem Vorbild Luxemburgs oder Belgiens geplant, aber als Kriseninstrument und nicht dauerhaft. Man werde in „Gespräche mit der Mineralölwirtschaft eintreten“. Das Entlastungsvolumen der nun beschlossenen Maßnahmen liegt laut Bundesregierung bei 2,5 Milliarden Euro. Die Länder sollen sich mit 50 Prozent an den Kosten beteiligen.Ein Tankrabatt ist in der Kritik, weil er nicht zielgenau ist. Zum Preisdeckel heißt es, die Versorgungssicherheit müsse gewährleistet sein. Missbräuchliche Preisaufschläge müssten unterbunden werden. Die SPD fordert einen solchen Spritpreisdeckel seit Langem. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte sich gegen einen Preisdeckel ausgesprochen. Ein solcher Deckel schwäche die mittelständische Raffineriewirtschaft, hatte Reiche gesagt.