Erwin Wurm mit Sobotkas Präsidentenporträt beauftragt

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18.09.2026 21.59Online seit heute, 21.59 UhrDer frühere Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) schafft es nun offenbar doch noch, ein Kunstwerk von Erwin Wurm im österreichischen Parlament zu platzieren. Wie der „Kurier“ (Samstag-Ausgabe) berichtet, erteilte Sobotka Wurm den Auftrag, sein Porträt für die Präsidenten-Galerie zu gestalten. Ein solches Porträt steht allen Nationalratspräsidentinnen bzw. Nationalratspräsidenten zu. Laut „Krone“ soll es in diesem Fall ein Foto werden. Netto-Kosten: 30.000 Euro.Sobotka hatte Wurms Oeuvre schon bei der Sanierung und Renovierung des Hohen Hauses am Ring berücksichtigen wollen. Ursprünglich, so der „Kurier“, war eine Skulptur am Ring geplant. Das scheiterte am Veto der Stadt Wien. Dann wollte der Nationalratspräsident, der auch für die Anmietung eines vergoldeten Klaviers für das Parlament kritisiert wurde, eine Wurm-Skulptur an der Rückseite des Parlaments in der Reichsratsstraße unterbringen – wieder vergeblich.In der Folge überraschte Sobotka im Oktober 2024 unmittelbar vor seinem Ausscheiden mit der Anschaffung zweier Skulpturen zu je 120.000 Euro, wie es damals hieß. Der „Kurier“ schreibt nun von insgesamt 271.000 Euro. Aufgestellt wurden sie innerhalb des Parlaments, im Oberen Vestibül beim Eingang zur Säulenhalle. All das erfolgte ohne Beiziehung eines Kurators und ohne Befassung der Präsidiale. Der damalige Parlamentsdirektor Harald Dossi, der dagegen auftrat, musste sich einer Weisung fügen.Sobotkas Nachfolger, FPÖ-Nationalratspräsident Walter Rosenkranz, ließ den Kauf im Vorjahr rückabwickeln und gab die beiden Skulpturen nach Amtsantritt an den Künstler zurück. Die Kosten für den Rücktransport würden von der Parlamentsdirektion getragen. Sobotka reagierte damals empört. In einer Aussendung nannte er es „beschämend, dass Walter Rosenkranz dem Populismus von Herbert Kickl folgt und die Skulpturen von Erwin Wurm – einem der bedeutendsten Künstler unseres Landes – veräußert hat“.