04.07.2026 18.31Online seit heute, 18.31 UhrUngarn will künftig die Dauer der Abgeordnetentätigkeit auf zwölf Jahre begrenzen. Das kündigte Ministerpräsident Peter Magyar heute auf Facebook an. Die Neuregelung sei Teil eines Pakets an Verfassungsänderungen, das er ins Parlament eingebracht hat.Das Verfassungspaket, das das Parlament in den kommenden Wochen beschließen könnte, sieht auch die Absetzung des noch von Viktor Orban eingesetzten Staatspräsidenten Tamas Sulyok vor.Bereits Mitte Juni hatte Magyars konservative TISZA-Partei mit ihrer Zweidrittelmehrheit im Parlament eine Verfassungsänderung beschlossen, die die Amtszeit des Ministerpräsidenten auf acht Jahre begrenzt.Die Begrenzung der Abgeordnetentätigkeit auf zwölf Jahre hatte Magyar bereits vor zwei Wochen angekündigt. Anders als die Begrenzung der Amtszeit des Ministerpräsidenten war das nicht Teil seiner Wahlversprechen. Sie wurde von Teilen der Öffentlichkeit kritisch aufgenommen.Die Befristung der Abgeordnetentätigkeit trete mit der nächsten Parlamentswahl in Kraft, die turnusmäßig 2030 ansteht, fügte Magyar hinzu. Das derzeitige Parlament ist davon nicht betroffen. Allerdings würde die neue Regelung den heute 63-jährigen Ex-Premier Orban in vier Jahren daran hindern, für das Parlament zu kandidieren.