03.07.2026 10.40Online seit heute, 10.40 UhrDie Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hat vor heftigen Auswirkungen des Wetterphänomens „El Nino“ gewarnt und die betroffenen Länder aufgefordert, sich darauf vorzubereiten.Zwischen Juli und September werde das Phänomen eine „starke Intensität“ erreichen, teilte die UNO-Behörde heute in ihrem monatlichen Klimabericht mit. „El Nino“ habe bereits eingesetzt, und die Wahrscheinlichkeit von Extremwetterereignissen sei in vielen Regionen der Welt gestiegen.„Die Bedingungen für ‚El Nino‘ haben sich im tropischen Pazifik entwickelt und werden den Vorhersagen zufolge in den kommenden Monaten schnell an Stärke gewinnen“, teilte die UNO-Behörde mit. WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo warnte vor Trockenheit und vor starkem Regenfall sowie vor Hitzewellen an Land und im Meer in vielen Regionen. Sie kündigte an, dass die WMO ihr Frühwarnsystem ausbauen werde.Verstärkt durch Klimawandel„El Nino“ ist ein natürlich auftretendes Phänomen, bei dem sich die Wasseroberfläche im Pazifik erwärmt, was zu weltweiten Veränderungen der Winde, des Luftdrucks und der Niederschläge führt. Seine Stärke wird in schwach, moderat, stark oder sehr stark eingestuft. Die WMO-Prognose sieht den diesjährigen „El Nino“ bisher auf der zweithöchsten Stufe.2024 wurde durch „El Nino“ zum heißesten jemals gemessenen Jahr. Das Phänomen tritt alle zwei bis sieben Jahre auf und dauert normalerweise zwischen neun und zwölf Monate. Laut der WMO kann der menschengemachte Klimawandel die Auswirkungen von „El Nino“ verstärken.ExtremwetterZwar lassen sich einzelne Extremereignisse nicht direkt auf eine bestimmte Ursache zurückführen, klar ist laut Weltklimarat aber: Durch die Klimakrise werden Extremwetterereignisse wie Starkregen und Überschwemmungen, Hitze und Dürre häufiger und intensiver.