03.07.2026 11.09Online seit heute, 11.09 UhrTausende Beschäftigte von Mercedes-Benz im deutschen Bundesland Baden-Württemberg gehen heute gegen die Ausweitung des Sparkurses bei dem Autokonzern auf die Straße.Gesamtbetriebsratschef Ergun Lümali sagte anlässlich einer Kundgebung in Sindelfingen: „Die Beschäftigten sind mit den Plänen des Vorstands und des Abbaus des Sozialstaats nicht einverstanden.“ Das Management wolle hart erkämpfte Errungenschaften zurückdrehen. Das sei keine Grundlage für weitere Gespräche.Nach Gewerkschaftsangaben beteiligten sich rund 20.000 Beschäftigte an dem Protest. Ein Sprecher des Unternehmens sprach hingegen von 10.000 Teilnehmenden. Proteste waren laut IG Metall gleichfalls in Untertürkheim (Stuttgart) geplant, auch in Rastatt, Kuppenheim, Bremen, Berlin, Hamburg und Germersheim.Deutschlandweite Proteste geplantDer Protest bei Mercedes-Benz soll der Auftakt zu deutschlandweiten Aktionen sein. So ist unter anderem am 9. Juli in der baden-württembergischen Landeshauptstadt ein Autokorso von Beschäftigten der Autoindustrie geplant.Vorstand: Situation „dramatisch“In einem Schreiben an die Beschäftigten in Deutschland informierte der Vorstand von Mercedes-Benz Ende vergangener Woche, dass man „weiterhin mit Hochdruck die Kosten senken“ müsse, um bei den Preisen für die Produkte wettbewerbsfähig zu bleiben. „Trotz all unserer Anstrengung ist die Situation heute in Deutschland dramatisch“, hieß es darin.Etwa 90.000 der rund 108.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland erhalten als Sofortmaßnahme nicht wie erwartet im Juli eine tarifliche Sonderzahlung. Diese werde auf das kommende Jahr verschoben, hieß es in dem Schreiben.