Mova Rover X10 im Test: Der Poolroboter mit U-Boot-Ambitionen

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Nach Mährobotern mit LiDAR und App-Steuerung und Saugwischer für das Haus erobert Mova nun auch den Pool. Der Hersteller schickt mit dem Rover X10 einen Poolroboter ins Becken, der nicht einfach nur Bahnen ziehen soll, sondern den Pool kartiert, Wände erklimmt, Kanten bearbeitet und sich per App überwachen lässt.Der Mova Rover X10 ist sehr wuchtig.Der Rover X10 ist kein kleiner Poolhelfer für den schnellen Planschbeckeneinsatz. Mit 15,8 Kilogramm, großem Gehäuse und kabelloser Ladestation wirkt er eher wie ein Outdoor-Roboter für Poolbesitzer mit großen Ambitionen … oder großen Becken. Immerhin soll der Rover in einem Durchgang bis zu 500 Quadratmeter reinigen können. Außerdem gibt der Hersteller eine Akkulaufzeit von bis zu sechs Stunden an. Beides sind eher Laborbedingungen. Allerdings bleibt er nur wenig hinter den Angaben zurück. Schweres Gerät, einfacher StartDer Rover X10 ist aber nicht nur groß und schwer, sondern auch noch ziemlich schick. Das Gehäuse ist in grau/schwarz gehalten und ist hat durch die diversen Bürsten blaue Akzente. Auf der Oberseite fallen zudem ein paar Details auf, die ihn von der Konkurrenz unterscheiden: Er hat gleich vier Auslässe sowie einen kleinen Turm. Mova nennt ihn 360 Grad AquaScan, der eine umfassende Kartierung des Pools erlaubt. Dadurch soll er Gegebenheiten lernen und Reinigungsprozesse optimieren können.Der Rover X10 ist rundum ausgestattet mit zahlreichen Sensoren zur Umgebungswahrnehmung.Im Lieferumfang sind gleich mehrere Highlights. Neben Ladegeräten und Haken zum Herausfischen des Roboters (den man eigentlich nicht benötigt) liegen noch ein ultrafeiner Filter mit 3 μm sowie eine drahtlose Ladestation bei. Man stellt den Roboter nach getaner Arbeit einfach darin ab und er sammelt frische Energie für den nächsten Einsatz.Besser ist allerdings noch die kleine Boje. Sie bleibt immer im Wasser und zeigt nicht nur die aktuelle Wassertemperatur an, sondern sendet sie auch an die App. Gleichzeitig erlaubt sie, dass man den Rover X10 auch unter Wasser steuern kann. Das hebt ihn von fast allen anderen Poolrobotern ab, wo die App-Verbindung nur an Land klappt.Dreame A3 AWD Pro ausprobiert: Stark am Hang, clever an der KanteNavimow i208 LiDAR im Test: Für Impulskäufer bestens geeignetRover X10: Sonar und AppDer Rover X10 ist in vielerlei Hinsicht sehr gut bedienbar. Durch die Boje kann man ihn beispielsweise fernsteuern, mal schnell den Reinigungsmodus ändern, eine Punktreinigung durchführen oder ihn auch zurück an die Wasseroberfläche in Parkposition rufen.In der Regel klappt das sehr zuverlässig, aber man sollte darauf achten, dass sich die Boje im heimischen WLAN befindet, da es ansonsten nur schwer möglich ist, die Steuerung zu verwenden. Bei geringem Abstand (weniger als 15 Meter) war die Verbindung fast immer stabil und problemlos möglich. Der größte Nachteil ist allerdings, dass man nicht vergessen sollte, auch den AquaSonar regelmäßig zu laden. Das kann man schon gerne mal vergessen.In der App kann man zahlreiche Reinigungsmodi auswählen und auch anpassen.Apropos Steuerung: Man kann am Gerät verschiedene Modi auswählen, aber besser ist es per App. Dort stehen diverse individuelle Einstellungsmöglichkeiten bereit. Auch Arbeitsprotokolle können hier eingesehen werden, um dem Verlauf besser folgen zu können. Leider fehlt noch ein wichtiges Feature, das viele andere Roboter bieten: Wartungsbenachrichtigungen für verschleißende Komponenten.Via App und Boje lässt sich der Rover auch unter Wasser steuern.Reinigung von Boden bis WasserlinieBei der Reinigung macht der Rover X10 im Großen und Ganzen einen sehr guten Job. Auf dem Boden bleibt selten etwas zurück. Blätter, Sand, Insekten und feiner Schmutz werden zuverlässig aufgenommen, sodass der Pool nach der Reinigung sichtbar sauber wirkt. Hin und wieder findet sich noch etwas in den Ecken, aber das ist bei Poolrobotern dieser Bauart keine Überraschung.Die kleine Boje AuqaSonar sorgt für eine stabile Verbindung im Wasser.Interessant wird es bei Stufen. Hier kommt es stark auf Größe und Form an. Eine große Mittelstufe einer halbrunden Treppe schafft der Rover X10 ordentlich. Bei kleineren Trittbreiten hat er dagegen Probleme und kommt nicht immer so weit, wie man es sich wünschen würde. Wer viele schmale Stufen im Pool hat, sollte also nicht erwarten, dass der Mova dort jede Fläche perfekt abarbeitet.Manchmal kann es dauern, bis der X10 auf Tauchgang geht.Die Wasserlinie reinigt der Rover X10 kraftvoll. Er klettert zuverlässig nach oben und bleibt dort auch aktiv, anstatt nur kurz vorbeizuschauen. Andere Modelle scheinen an der Wasserlinie zwar noch etwas mehr Druck aufzubauen, für die regelmäßige Pflege reicht die Leistung aber völlig aus. Leichte Ablagerungen, Pollen und Schmutzränder bekommt er gut in den Griff. Alte, fest sitzende Ränder ersetzt aber auch er nicht durch Magie.Ein weiteres praktisches Detail ist die Reinigung der Wasseroberfläche. Der Rover X10 arbeitet hier wie ein kleiner Skimmer und nutzt seine beiden seitlichen Bürsten, um Schmutz von der Oberfläche gezielt in Richtung Filter zu lotsen. Das funktioniert besser, als es zunächst klingt, und ist im Alltag tatsächlich nützlich. Gerade Blätter, Insekten und anderer leichter Oberflächenschmutz verschwinden so, ohne dass man noch einmal selbst mit dem Kescher ranmuss.Der Filterkorb hat eine eigenartige Form.Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal bleibt die EdgeDrive-Bürste. Während viele Poolroboter an Kanten und Ecken eher vorbeifahren, arbeitet der Rover X10 dort aktiver. Besonders an geraden Beckenrändern und in den Übergängen zwischen Boden und Wand merkt man den Unterschied. Perfekt wird es nicht in jeder Ecke, aber der Aufwand für manuelle Nacharbeit sinkt deutlich.Filter und AlltagDer Filterkorb ist ungewöhnlich groß und fällt auch durch seine spezielle L-förmige Bauform auf. Das Volumen ist im Alltag ein klarer Vorteil, weil Blätter, Insekten und anderer Schmutz nicht sofort zum Problem werden. Man muss den Roboter also nicht nach jeder kleinen Runde aus dem Wasser holen und leeren.Der Kettenantrieb bringt den Mova problemlos die Wände hoch.Praktisch ist zudem, dass sich das Filtermaterial wechseln lässt. Standardmäßig arbeitet der Rover X10 mit einem 180-μm-Filter. Wenn es feiner werden muss, etwa bei Sand, Pollen oder sehr feinem Schmutz, kann man auf den 3-μm-Filter wechseln. Das ist sinnvoller als ein zusätzlicher Alibi-Filter im Karton, weil man den Unterschied im Wasser durchaus merkt.Weniger schön ist die Reinigung des Filterkorbs. Das liegt einerseits an der speziellen Form, andererseits daran, dass man ihn nach unten nicht öffnen kann. Bei anderen Poolrobotern lässt sich der Schmutz einfach nach unten herausspülen. Hier muss man etwas mehr mit dem Gartenschlauch arbeiten und sich dabei auch mal verrenken. Fairerweise muss man sagen: Dieses Problem haben aktuell noch viele Poolroboter, selbst in höheren Preisklassen. Ärgerlich bleibt es trotzdem.Direkt am Gerät kann man die Reinigungsmodi manuell wählen.Fazit: Hightech für den PoolDer Mova Rover X10 ist kein günstiger Poolroboter für gelegentliche Einsätze, sondern ein technisch aufwendiges Modell für größere Pools und Nutzer, die möglichst wenig manuell nacharbeiten wollen. Kartierung, App-Steuerung, AquaSonar-Boje, kabelloses Laden, großer Filterkorb und EdgeDrive-Bürste machen ihn zu einem der spannendsten Poolroboter, die aktuell durchs Becken fahren.Besonders stark ist er auf dem Boden, an der Wasserlinie und bei der allgemeinen Reinigungsleistung. Auch die Oberflächenreinigung wie ein kleiner Skimmer ist ein echter Pluspunkt. In Ecken und auf schmalen Stufen bleibt je nach Poolform noch etwas Luft nach oben, grundsätzlich arbeitet der Rover X10 aber sehr gründlich und zuverlässig.Ganz ohne Kritik kommt er nicht aus. Das hohe Gewicht muss man mögen, die Boje will regelmäßig geladen werden, Wartungshinweise für Verschleißteile fehlen in der App bislang und die Reinigung des Filterkorbs dürfte einfacher sein. Wer nur ein kleines Becken gelegentlich säubern möchte, ist hier wahrscheinlich überversorgt. Wer aber einen größeren Pool besitzt und möglichst wenig selbst schrubben will, bekommt mit dem Rover X10 einen komfortablen, starken und angenehm smarten Poolroboter.Zum aktuellen Angebotspreis wird der Mova Rover X10 deutlich interessanter. Wer ohnehin einen leistungsfähigen Poolroboter mit App, Wandreinigung und smarter Navigation sucht, sollte sich das Modell ansehen, solange die Reduzierung gilt. function open_amazon(link) { if (navigator.userAgent.indexOf("Firefox") != -1) { window.open(link, '_blank'); } else { var tag = document.createElement('a'); tag.setAttribute('href', link); tag.innerHTML = "amzn"; tag.click(); } } Produkthinweis MOVA Rover X10 Roboter-Poolreiniger, 7-in-1 Omni Clean & KI-gesteuerte Intelligenz, FloatDrive mit 38.000 l/h Saugkraft... 1.298,00 EUR 2.099,00 EUR The post Mova Rover X10 im Test: Der Poolroboter mit U-Boot-Ambitionen first appeared on ifun.de.