Sabotage in Deutschland: Großeinsatz endet erfolglos

Wait 5 sec.

06.09.2026 20.28Online seit heute, 20.28 UhrWegen versuchter Sabotageangriffe auf das deutsche Stromnetz hat die Polizei mit einem Großaufgebot am Hambacher Forst bei Kerpen westlich von Köln nach dem Tatverdächtigen gesucht – ohne Erfolg.Die Suchmaßnahmen starteten zu Mittag, wurden gegen 19.00 Uhr aber beendet, wie ein Sprecher der Kölner Polizei der dpa heute mitteilte. Es seien keine Hinweise gefunden worden. Die generelle Fahndung nach dem Täter gehe aber weiter.Ziel des Einsatzes war es demzufolge, den 48-jährigen Tatverdächtigen selbst oder Spuren, die Hinweise auf ihn liefern, zu finden. Laut Beobachtungen eines dpa-Reporters waren bis zu 100 Fahrzeuge der Polizei an Ort und Stelle. Der Mann hatte Bekennerschreiben versandt, die auf „Täterwissen“ hindeuteten, wie der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt sagte.Im Wald trafen die Polizeibeamtinnen und -beamten auch auf ein bewohntes Baumhaus. Um es zu durchsuchen, hätte es Spezialeinsatzkräfte gebraucht, die spontan allerdings nicht zur Verfügung standen, wie der Polizeisprecher mitteilte. Die Polizei behalte die Situation an Ort und Stelle allerdings im Auge.Wegen der Sabotageaktionen wird seit Tagen nach dem 48 Jahre alten Tatverdächtigen gesucht. Die Ermittler hatten gestern einen Fahndungsaufruf mit zwei Fotos des Verdächtigen aus Gevelsberg im südlichen Ruhrgebiet veröffentlicht.Die versuchten Sabotageakte konzentrieren sich auf Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und zuletzt Sachsen. In allen drei Bundesländern wird noch Braunkohle abgebaut und verstromt. In einem Bekennerschreiben hatte der Mann die Taten mit Kritik an der Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen begründet.