05.09.2026 23.23Online seit gestern, 23.23 UhrDie deutsche Polizei fahndet weiter mit Hochdruck nach einem Mann, der Sabotageaktionen gegen das Stromnetz verübt haben soll. Die Vorfälle konzentrieren sich auf die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und zuletzt Sachsen. In allen drei Bundesländern wird noch Braunkohle abgebaut und verstromt.Polizei und Staatsanwaltschaft in Brandenburg und NRW veröffentlichten gestern im Zusammenhang mit den Vorfällen einen gemeinsamen Fahndungsaufruf mit zwei Fotos des 48 Jahre alten Verdächtigen und baten die Bevölkerung um Hinweise.In der Wohnung des Tatverdächtigen in der Ortschaft Gevelsberg hatte die Polizei am Vortag Sprengstoff gefunden. Später stürmte ein Spezialeinsatzkommando im rund 100 Kilometer entfernten Niederzier in einem Wald einen Lastwagen, der augenscheinlich zu einem Wohnmobil umgebaut worden war. Der Gesuchte wurde aber nicht vorgefunden.Hintergrund der Fahndung sind zwei Bekennerschreiben, die bei mehreren Medienhäusern eingingen. „Das Wissen, das offenbart wird in diesen Schreiben, das ist eindeutiges Täterwissen“, sagte Innenminister Alexander Dobrindt.Zum Motiv sagte Dobrindt, es handle sich sehr wahrscheinlich um „Klimaterrorismus“ eines Einzeltäters. In einem Bekennerschreiben heißt es: „Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist ein Verbrechen.“