Islamische Kultusgemeinden stellen sich gegen Bauer

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06.09.2026 10.39Online seit heute, 10.39 UhrDie zehn islamischen Kultusgemeinden unter dem Dach der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) stellen sich gegen Aussagen von Kanzleramtsministerin Claudia Bauer (ÖVP). Diese hatte im APA-Interview am Vortag ein Verbot der IGGÖ nicht ausgeschlossen.Eine gesetzlich anerkannte Religionsgesellschaft, die die offizielle Vertretung der Musliminnen und Muslime in Österreich sei, ohne konkrete Belege in die Nähe eines Verbots zu rücken, werde dem Anspruch eines Rechtsstaates nicht gerecht.Gemeinsame ErklärungIn der gemeinsamen Erklärung werden „pauschale Verdächtigungen“ zurückgewiesen. Wer von einer angeblichen Radikalisierung spreche, müsse konkrete Fakten und überprüfbare Fälle benennen. Die Kultusgemeinden stünden zur Verfassung, zum Rechtsstaat und zu einem sachlichen Dialog: „Aber wir erwarten denselben Respekt auch gegenüber der gesetzlich anerkannten islamischen Glaubensgemeinschaft.“Gleichzeitig bekannten sich die Kultusgemeinden „klar“ zum gemeinsamen Kampf gegen Extremismus und Radikalisierung: „Unsere Kultusgemeinden mit über 300 Moscheen österreichweit arbeiten mit staatlichen Stellen zusammen und leisten seit Jahren einen aktiven Beitrag zu Prävention, Imame-Fortbildung und gesellschaftlichem Zusammenhalt.“Bauer nun doch gegen VerbotBauer schwächte unterdessen ihre Aussagen vom Vortag ab. Im Ö1-Interview sagte sie heute, ein Verbot der IGGÖ stehe mit keinem Wort im Raum. Aber die IGGÖ bestehe aus Vertretern unterschiedlicher Organisationen, und diese könnten durchaus radikal sein.