Bildungsminister Wiederkehr verteidigt Kopftuchverbot

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05.09.2026 13.52Online seit heute, 13.52 UhrBildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) hat heute in der Ö1-Sendung „Im Journal zu Gast“ das zuletzt in Kraft getretene Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren an öffentlichen und Privatschulen verteidigt. Er sei davon überzeugt, dass es notwendig sei, „Mädchen unter 14 Jahren in ihrer persönlichen Entwicklung zu stärken“.Man habe in der Regierung „sehr intensiv beraten und auch (…) sehr genau darauf geschaut, ein verfassungskonformes Gesetz“ zu schreiben, so Wiederkehr. Daher gehe er davon aus, dass das Verbot auch verfassungsgemäß in Ordnung sei. Letztlich werde aber der Verfassungsgerichtshof (VfGH) entscheiden.Darauf angesprochen, ob die Regierung hier auf einer Linie sei – zwei Vorfeldorganisationen der SPÖ sehen das Verbot äußerst kritisch und riefen zum Schulstreik auf –, sei es für den Bildungsminister relevant, dass die Entscheidung im Parlament mit großer Mehrheit beschlossen wurde.Abweichende Meinungen zum Thema seien legitim, sagte Wiederkehr. Es sei zudem eine schwierige Abwägung zwischen dem Schutz der Kinder und der Mädchen und auch dem Recht auf Freiheit der Religion. Wichtig sei jedoch, dass das Gesetz gültig sei und von allen eingehalten werden müsse, so der Bildungsminister.Unter Expertinnen und Experten bleibt das Kopftuchverbot jedoch umstritten. Soziologe Kenan Güngör befürwortete gegenüber der APA das neue Gesetz, sieht darin aber keine besonders elegante Lösung. Die Wiener Sonderschuldirektorin Petra Bauer hält die Umsetzung für „pädagogisch und menschlich schwierig“, der Jurist Stefan Schima sieht für künftige Beschwerdeführer Chancen, das Verbot zu kippen.Lesen Sie mehr … Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.