06.09.2026 16.48Online seit heute, 16.48 UhrDer Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau in Indonesien hat heftige Auswirkungen auf den Flugverkehr. Auf dem internationalen Flughafen Jakarta und auf sieben weiteren Flughäfen musste der Betrieb eingestellt werden. Laut Behördenangaben von heute sind mindestens 150.000 Reisende gestrandet.Der in der Meerenge zwischen den Inseln Java und Sumatra gelegene Anak Krakatau war am Wochenende dreimal ausgebrochen. Er spuckte Aschewolken und Lava und verursachte Lärm, der bis zu 700 Kilometer weit zu hören war.Als Schutzmaßnahme gegen mögliche Gesundheitsrisiken durch die Vulkanasche in der Luft sollen in Jakarta zu Beginn der Woche die Schulen geschlossen bleiben. Der Unterricht werde online stattfinden, teilte die Stadtverwaltung mit.Die Behörden forderten zudem Schiffe auf, bei der Durchfahrt durch die Meerenge zwischen Java und Sumatra ihre Wachsamkeit zu erhöhen. Um den Anak Krakatau galt eine Sicherheitszone von drei Kilometern Durchmesser, die Schiffe nicht durchkreuzen durften.Die Chefin der Geologiebehörde, Lana Saria, sagte, die jüngste Serie von Eruptionen des Vulkans habe nicht das Potenzial, einen Tsunami auszulösen. 2018 hatte ein Ausbruch des Anak Krakatau einen Tsunami ausgelöst. Weil damals der Krater teilweise einstürzte, entstand eine so heftige Flutwelle, dass mehr als 400 Menschen ums Leben kamen.