06.09.2026 08.21Online seit heute, 8.21 UhrDie Bundesländer lassen weiter viele Millionen aus dem Finanzausgleich für den Ausbau der Kinderbetreuung liegen. Das zeigt eine Anfragebeantwortung des Bildungsressorts an die Grünen. So wurden allein für den Bereich Ausbau und Sprachförderung rund 67,9 Millionen nicht abgeholt. Dazu kommen gut 800.000 Euro bei den Mitteln für die Besuchspflicht.Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den Ländern. So wurden etwa in der Steiermark fast 76 Prozent der dem Bundesland zustehenden Mittel nicht verbraucht. Dahinter folgen das Burgenland und Kärnten mit rund 63 bzw. 56 Prozent.Zur Gänze bzw. fast zur Gänze wurden die Gelder hingegen in Vorarlberg bzw. Niederösterreich abgeholt. Auch Wien und Oberösterreich nützten die Zuwendungen zu einem großen Teil.Grünen-Familiensprecherin Barbara Neßler kommentiert die Zahlen empört. Besonders in der blau-schwarz regierten Steiermark seien die Zahlen katastrophal. Hier seien drei Viertel, nämlich 30 von 40 Millionen Euro, nicht abgeholt worden: „Mit diesem Geld könnten mehr als 500 Sprachförderkräfte oder anderes Fachpersonal angestellt werden“, erklärte sie in einer schriftlichen Stellungnahme.Die Grünen fordern nun einen verpflichtenden Ausbauplan für die Länder und eine nachhaltige Lösung für die Finanzierung von elementarer Bildung. Außerdem brauche es einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz.