Passaffäre an österreichischer Botschaft in London

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06.09.2026 08.14Online seit heute, 8.14 UhrBei der Ausstellung österreichischer Reisepässe an der Botschaft in London sind Unregelmäßigkeiten aufgedeckt worden. In der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage berichtete Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) von 79 rechtswidrig ausgestellten Dokumenten betreffend 39 Personen.„Die Ausstellung war rechtswidrig, da die Voraussetzung der österreichischen Staatsbürgerschaft nicht erfüllt war.“ Diese Reisedokumente seien für ungültig erklärt und entzogen worden.Ob es sich ohne Ausnahme um Reisepässe handelt, ließ das Außenministerium (BMEIA) auf APA-Anfrage vorerst offen. Die Behörde könne zu „Details zu den Dokumenten zum jetzigen Zeitpunkt keine Auskunft geben, um die laufenden Ermittlungen des BAK (Bundesamt zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung, Anm.) nicht zu gefährden“, hieß es vonseiten einer Sprecherin.Die Außen- und Europapolitiksprecherin der Grünen, Meri Disoski, die die Anfrage eingebracht hatte, betonte gegenüber der APA: „79 rechtswidrig ausgestellte Reisedokumente für 39 Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft sind keine Kleinigkeit. Bis heute ist unbeantwortet, wer diese Dokumente erhalten hat und wofür sie verwendet wurden. Das sind zentrale Sicherheitsfragen, die vollständig beantwortet werden müssen.“Unklar sei zudem, ob dafür Geld bezahlt wurde, sagte Disoski. Auf ihre Frage, welche dienstrechtlichen Maßnahmen gegenüber „der verdächtigen Mitarbeiterin“ an der Botschaft gesetzt wurden, antwortete Meinl-Reisinger: Die verdächtige Person sei „nicht mehr im Personalstand des BMEIA“.