Tim Cook: Aus den Augen, aber nicht aus dem Sinn

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Tim Cook hat den Chefsessel bei Apple geräumt, sich aus dem Unternehmen aber keineswegs verabschiedet. Während John Ternus seit dem 1. September offiziell als CEO auftritt, bleibt sein Vorgänger als Executive Chairman, also als Vorsitzender des Verwaltungsrats, ein wichtiges Machtzentrum in Cupertino.Den Platz im CEO-Büro des Apple Park überlässt Cook seinem Nachfolger. Er selbst erhält jedoch ein neues Büro auf dem Campus und will nach eigenen Angaben auch künftig regelmäßig an Apple-Standorten rund um die Welt präsent sein.Schon in seinem Abschiedsbrief an die Belegschaft hatte Cook betont, Apple nicht zu verlassen. Bloomberg zufolge soll er insbesondere bei politischen Kontakten in Washington und Peking sowie bei Problemen in der Lieferkette eine wichtige Rolle spielen.47 Millionen Dollar für den VerwaltungsratschefWie ernst Apple diese Aufgabe nimmt, lässt sich auch an Cooks Vergütung ablesen. Für das Geschäftsjahr 2027 erhält er ein Grundgehalt von zwei Millionen Dollar und Aktienrechte in Höhe von 45 Millionen Dollar. Damit liegt sein Paket nur elf Millionen Dollar unter den rund 58 Millionen Dollar, die Apple für den neuen CEO vorgesehen hat. Die Details der Vergütung von Cook und Ternus hatte Apple vergangene Woche bei der US-Börsenaufsicht offengelegt.Auch die Bedingungen unterscheiden sich. Bei Ternus hängen 75 Prozent der Aktienvergütung von Apples Entwicklung gegenüber anderen großen Unternehmen ab. Bei Cook beträgt dieser Anteil nur die Hälfte. Das ungewöhnlich hohe Paket für einen Verwaltungsratsvorsitzenden unterstreicht damit, dass Apple auch künftig mit einem aktiven Cook plant.Ternus soll bei Produkten sichtbar übernehmenGleichzeitig bemüht sich Apple um eine sichtbare Trennung der Zuständigkeiten. Cook soll bei der kommenden Produktveranstaltung zwar unter den Gästen sitzen, nach aktuellen Informationen aber nicht im aufgezeichneten Präsentationsvideo auftreten. Die neuen Geräte sollen klar mit Ternus verbunden werden. Cook selbst habe intern ebenfalls darauf verwiesen, dass es immer nur einen CEO geben könne.Der Wechsel fällt zudem mit weiteren Umbauten zusammen. Phil Schiller gibt App Store und Apple Events ab, wie wir bereits Anfang September berichtet haben. Bloomberg ergänzt dazu, dass Schiller einer noch stärkeren Monetarisierung des App Stores skeptisch gegenübergestanden haben soll. Ternus und Dienste-Chef Eddy Cue wollten dagegen zusätzliche wiederkehrende Einnahmen erschließen und die Margen erhöhen. Einen offenen internen Konflikt soll es darüber nicht gegeben haben.★ ifun.de bei Google bevorzugen ★Der Beitrag Tim Cook: Aus den Augen, aber nicht aus dem Sinn wurde zuerst auf ifun.de veröffentlicht.