Zahl der Verschleppungen ins Ausland deutlich gestiegen

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07.09.2026 11.52Online seit heute, 11.52 UhrDie Zahl der Verschleppungen aus Österreich ist zuletzt deutlich gestiegen. Waren es in den beiden Jahren 2024 und 2025 insgesamt 160 Meldungen über verschleppte Personen, liegt die Zahl im ersten Halbjahr 2026 bereits bei 92, wie eine APA-Anfrage an das Nationale Kompetenzzentrum gegen Verschleppung und Familiengewalt, das beim Verein PeriFeri angesiedelt ist, zeigt.Leiterin Meltem Weiland schlug heute gegenüber der APA Alarm und sprach von einem „besorgniserregenden Anstieg.“ Betroffen seien Kinder – Burschen wie Mädchen –, die von ihren Eltern als „Disziplinierungsmaßnahme“ in ihre Heimatländer gebracht werden, häufig unter dem Vorwand eines Urlaubs.„Die Eltern lassen sich hier gar nichts anmerken“, so Weiland. Oft sollen die Kinder im Ausland dann auch verheiratet werden.Nach einem ähnlichen Muster werden auch Frauen ins Ausland gelockt, die dort dann von ihren Männern zurückgelassen werden, „als Bestrafung wegen ‚ehelicher Probleme‘ oder weil sie die Scheidung eingereicht haben“. In den meisten Fällen würden die Frauen bei ihren Eltern zurückgelassen.„Eigentlich gibt es Verschleppungen in alle Länder“, am häufigsten derzeit nach Russland und Syrien, ebenso in den Irak, nach Pakistan und Bangladesch. Verschleppungen gebe es auch in andere Länder des EU-Raumes und des Balkans.