Drohne in Leipzig: Für Dobrindt „neue Gefahrenqualität“

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05.08.2026 21.20Online seit heute, 21.20 UhrDer Fund einer Drohne mit mutmaßlicher Sprengvorrichtung auf dem Leipziger Flughafen stellt nach den Worten des deutschen Innenministers Alexander Dobrindt (CSU) „eine neue Gefahrenqualität“ dar.Es sei seine Einschätzung, „dass wir es hier mit einem hybriden Anschlagsszenario zu tun haben“, sagte Dobrindt heute Abend auf dem Flughafen Leipzig/Halle. Dass eine Drohne „bewaffnet mit Sprengstoff sich hier auf einem Flughafengelände befindet, das ist ein neues Bedrohungsszenario“.Sprengvorrichtung entschärftIn der Nacht zuvor entschärften Spezialisten der deutschen Bundespolizei eine Drohne mit einer Sprengvorrichtung. Nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) wurde der Zünder einer noch unbekannten Sprengvorrichtung entfernt.APA/dpa/Hendrik SchmidtPolitisches Motiv nicht ausgeschlossenDie Generalstaatsanwaltschaft in Dresden und das im LKA ansässige Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) übernahmen die Ermittlungen. Sie schließen eine politische Motivation nicht aus. Deshalb ist auch das PTAZ im Einsatz, hieß es. Der Flughafen gehöre zum Bereich der kritischen Infrastruktur.Zweites Flugobjekt kollidierte mit FrachtflugzeugNach Angaben des LKA wurde die Drohne mit der Sprengvorrichtung auf der Start- und Landebahn „Südpiste“ von einem Mitarbeiter des Flughafens gefunden. Ein mutmaßlich zweites unbekanntes Flugobjekt sei mit einem Frachtflugzeug zusammengestoßen, nachdem es wegen der zuvor erfolgten Sperrung der Landebahn wieder durchgestartet war. Bei der Maschine konnten nach der Landung in Hannover leichte Beschädigungen festgestellt werden, hieß es.Sachsens Innenminister Armin Schuster sprach von einem „sehr ernsten Sicherheitsvorfall“. Deshalb ermittelten Landes- und Bundessicherheitsbehörden unter Hochdruck Hand in Hand. Unter anderem seien das Gemeinsame Zentrum zur Abwehr hybrider Bedrohungen (GAZ Hybrid) und die Drohnenabwehr der Bundespolizei involviert.CDU-Politiker vermutet Russland hinter VorfallDer CDU-Verteidigungspolitiker Roderich Kiesewetter vermutet nach eigenen Angaben Russland hinter der mit Sprengstoff bestückten Drohne, die in Leipzig gefunden wurde. „Die Bedrohung für Deutschland durch von Russland gesteuerte hybride Angriffe halte ich für gravierend“, sagte Kiesewetter der Zeitung „Augsburger Allgemeine“ einem Vorabbericht zufolge. „Auch bei dem versuchten Drohnenangriff am Leipziger Flughafen gehe ich von einem gezielten hybriden Angriff, also einem versuchten Terrorakt, gesteuert von Russland, aus.“ Zurück zur StartseiteORF.atNicht alle Bilder konnten vollständig geladen werden. Bitte schließen Sie die Druckvorschau bis alle Bilder geladen wurden und versuchen Sie es noch einmal.