06.08.2026 21.47Online seit heute, 21.47 UhrAuf der norwegischen Inselgruppe Spitzbergen haben die Behörden mehr als ein Dutzend ungeklärte Todesfälle bei Rentieren verzeichnet. Die hohe Zahl der verendeten Tiere auf dem Archipel in der Arktis sei für die Sommersaison „äußerst ungewöhnlich“, erklärte das Büro des regionalen Gouverneurs heute.Bei einer jährlichen Zählung seien bisher 13 kürzlich verstorbene Rentiere – elf Weibchen und zwei Männchen – in zwei Tälern gefunden worden, die rund 1.000 Kilometer vom Nordpol entfernt liegen.„Es ist sehr ungewöhnlich, dass Weibchen im fortpflanzungsfähigen Alter und erwachsene Männchen im Sommer sterben. Deshalb wollen wir diese Entwicklung genau beobachten“, hieß es in der Erklärung.Was den Tod der Tiere herbeigeführt haben könnte, ist bisher unklar. Das Norwegische Institut für Naturforschung (NINA) teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, es gebe „keine eindeutigen Hinweise und auch keine konkrete Hypothese“, um die ungewöhnlichen Todesfälle im Sommer zu erklären. Die Behörden riefen die Öffentlichkeit dazu auf, weitere Funde von Tierkadavern zu melden.