Der Designplattform-Anbieter Canva hat einen umfassenden Umbau seiner Unternehmensstruktur angekündigt. Insgesamt sind 1.271 Beschäftigte und damit 22 Prozent der Belegschaft von den Veränderungen betroffen. Ein Teil der Mitarbeiter soll künftig andere Aufgaben übernehmen oder an einen neuen Standort wechseln. Andere müssen das Unternehmen verlassen. Wie viele Stellen tatsächlich wegfallen, nennt Canva bislang nicht.Canva verdient mit KI-AbosDie Maßnahmen hat Geschäftsführerin Melanie Perkins in einer internen Mitteilung erläutert, die das Unternehmen anschließend veröffentlicht hat. Hintergrund ist unter anderem das nachlassende Wachstum. Nach Angaben von Perkins wächst Canva erstmals seit zehn Jahren langsamer. Gleichzeitig sieht das Unternehmen Anpassungsbedarf bei der internen Organisation und den Anforderungen an seine Produkte.Kleinere Teams und mehr Präsenz im BüroCanva will seine bisher getrennten Bereiche für Produktentwicklung, Wachstum und Plattformtechnik zusammenführen. Dadurch sollen Abstimmungen zwischen Abteilungen reduziert und Zuständigkeiten klarer verteilt werden. Spezialisierte Aufgabenbereiche werden zusammengelegt und zusätzliche Führungsebenen abgebaut.Affinity auf dem iPadAuch die räumliche Organisation verändert sich. Sydney soll künftig für einen größeren Teil der Produktentwicklung zum zentralen Standort werden. Beschäftigte anderer Standorte müssen deshalb teilweise einen Umzug in Betracht ziehen. Darüber hinaus erwartet Canva ab Januar von den meisten Mitarbeitern mit hybriden Arbeitsmodellen eine Anwesenheit im Büro an zwei bis drei Tagen pro Woche.Abfindungen und Unterstützung für BeschäftigteFür ausscheidende Mitarbeiter sieht Canva mindestens sechs Monatsgehälter vor. Hinzu kommen je nach Land eine zwölfmonatige Fortsetzung der Gesundheitsversorgung, Unterstützung bei der Stellensuche und ein Jahr LinkedIn Premium. Betroffene dürfen außerdem ihre dienstlichen MacBooks behalten.Der Umbau trifft einen Anbieter, der sein Softwareangebot zuletzt deutlich erweitert hat. Seit der Neuausrichtung der Affinity-Programme stellt Canva die Werkzeuge für Bildbearbeitung, Vektorgrafik und Layout kostenlos bereit. Erst Anfang dieser Woche ist auch die Affinity-Version für das iPad erschienen. Zusätzliche KI-Funktionen bleiben kostenpflichtigen Abonnements vorbehalten. Auswirkungen der angekündigten Personalmaßnahmen auf die Weiterentwicklung der Affinity-Anwendungen nennt Canva nicht.★ ifun.de bei Google bevorzugen ★Der Beitrag Stellenstreichungen bei Affinity: Ein Viertel der Belegschaft betroffen wurde zuerst auf ifun.de veröffentlicht.