04.11.2026 06.29Online seit heute, 6.29 UhrImpfskepsis in den entwickelten Staaten der Erde sowie willkürliche Eingriffe in Immunisierungsprogramme, zum Beispiel in den USA, führen zu einer drastisch verstärkten Ausbreitung der Masern.Allein im Jahr 2023 gab es dadurch rund 118.000 Todesfälle. Das ergab eine neue Analyse für 204 Staaten der Erde, die vor Kurzem in „Nature Medicine“ erschienen ist.„Masern zählen weiterhin zu den häufigsten vermeidbaren Krankheiten bei Kindern, insbesondere in einkommensschwachen Ländern. Trotz jahrzehntelanger Fortschritte gibt es Anzeichen für ein Wiederaufflammen der Masern aufgrund stagnierender Impfraten“, schrieben Benn Sartorius, Epidemiologe an der University of Washington, und das aus vielen weiteren Wissenschaftlern bestehende internationale Autorenteam.Bis zur möglichen vollkommenen Ausrottung der Masern weltweit, was durchaus möglich wäre und das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist, sind jedenfalls einmal erzielte Erfolge kein Garant für weitere Fortschritte oder auch nur eine gleich bleibende Situation.„Zwischen 1990 und 2019 sanken die weltweiten Maserninzidenz- (Häufigkeit pro 100.000 und Jahr, Anm.) und die Masernmortalitätsraten um etwa 80 Prozent bzw. 90 Prozent, stiegen jedoch nach 2020 stark“, wie aus der Studie hervorgeht. Der Wiederanstieg der Masernfälle zeige den Studienautoren zufolge deutlich, wie fragil die weltweiten Fortschritte seien.