Ein Land vereint gegen den Präsidenten | The Spectator - Großbritannien

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04. November 2026Bei den US-Zwischenwahlen haben die Demokraten nach derzeitigem Auszählungsstand die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses gewonnen. Die Presse diskutiert die Ursachen für die deutliche Niederlage der Republikaner und wie Präsident Trump auf die neuen Machtverhältnisse reagieren wird.Alle Zitate öffnen/schließen NRC (NL) / 04. November 2026NRCLand des MediumsNiederlandeSprache des MediumsNiederländischArt des MediumsTageszeitungErscheinungsweisetäglichVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtungliberalAuflage145.000 (2019)Visits500.000 – 1.000.000Herausgeber/VerlagNRC MediaOnline-BezahlmodellInhalte teilweise kostenpflichtigDemokratischer TsunamiEin beispielloses Scheitern der Republikaner sieht NRC:„Die Niederlagen, die die Republikaner am Dienstag einstecken mussten, lassen sich nicht allein mit einer geringen Wahlbeteiligung ihrer sonst so treuen Anhängerschaft erklären. Die Demokraten haben nicht nur die Wähler, die vor zwei Jahren für sie gestimmt haben, erneut mobilisiert: Sie haben neue Wähler unter den Erstwählern gewonnen, verärgerte Wähler, die beim letzten Mal zu Trump übergelaufen waren, und zweifellos auch Wähler, die schon vorher für Trump gestimmt hatten. Es spielte vielleicht nicht einmal eine Rolle, welche Republikaner er selbst aufgrund ihrer Loyalität ausgewählt hatte: Sie haben alle verloren.“Emilie van Outeren  Zum Originalartikel The Spectator (GB) / 04. November 2026The SpectatorLand des MediumsGroßbritannienSprache des MediumsEnglischArt des MediumsWochenzeitungErscheinungsweisewöchentlich am DonnerstagVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtungkonservativAuflage102.200 (2021)Visits5.000.000 – 10.000.000Herausgeber/VerlagPress HoldingsOnline-BezahlmodellInhalte teilweise kostenpflichtigEin Land vereint gegen den PräsidentenDie Zwischenwahlen stellen für Trump keinen bloßen Rückschlag, sondern eine vernichtende Abfuhr seiner Politik dar, stellt The Spectator fest:„Spätestens wenn er das Weiße Haus verlässt, dürfte er der meistverachtete Präsident der amerikanischen Geschichte sein. Seine verheerenden Zölle haben die Inflation angeheizt. Seine verschwenderischen Staatsausgaben und Steuersenkungen sind für ein Viertel der auf 40 Billionen Dollar angewachsenen Staatsschulden verantwortlich. Seine Regierung ist zum Inbegriff von Amtsmissbrauch geworden. Seine Ergebenheit gegenüber Putin hat nicht nur die Ukraine, sondern auch die Nato gefährdet. Und mit seinem Krieg im Nahen Osten, der seinem eigenen America-First-Grundsatz widerspricht, hat er die USA in einen neuen außenpolitischen Konflikt verstrickt.“Jacob Heilbrunn  Zum Originalartikel Novinky.cz (CZ) / 04. November 2026Novinky.czLand des MediumsTschechienSprache des MediumsTschechischArt des MediumsOnlineportalVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtunglinksliberalHerausgeber/VerlagBorgis a.s./Seznam.cz a.s.Online-BezahlmodellAlle Inhalte kostenfreiRepublikaner mit sich nach unten gezogenDer US-Präsident hat sich die Niederlage der Republikaner im Kongress selbst zuzuschreiben, kommentiert Novinky.cz:„Trump hat den Nimbus des Visionärs verloren, der Politik anders und volksnäher gestalten würde. ... Die letzten anderthalb Jahre haben gezeigt, dass es ihm nicht gelungen ist, Amerika wieder groß zu machen, er hat vielmehr seine Macht geschwächt. ... Für die nächste Wahl und vielleicht auch die übernächste müssen sich die Republikaner konsolidieren und eine neue Richtung finden. Trump zieht sie mit sich nach unten, und an ihm festzuhalten, könnte sich als fatal erweisen. Viele könnten sich daher in den nächsten zwei Jahren vom amerikanischen Präsidenten abwenden.“Alex Švamberk  Zum Originalartikel Delo (SI) / 04. November 2026DeloLand des MediumsSlowenienSprache des MediumsSlowenischArt des MediumsTageszeitungErscheinungsweiseMontag bis SamstagVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtunglinksliberalAuflage20.018 (2021)Visits10.000.000 – 20.000.000Herausgeber/VerlagDelo časopisno založniško podjetje, d.o.o.Online-BezahlmodellInhalte teilweise kostenpflichtigMaga-Bewegung unter Druck"Make America Great Again" könnte bald Vergangenheit sein, glaubt Delo:„Nun besteht die Gefahr, dass sich die 'Republicans in Name Only', wie er die traditionell ausgerichteten Konservativen beschimpfte, gegen ihn wenden. Gleichzeitig könnte die Maga-Bewegung an Rückhalt in der Bevölkerung verlieren. Da Trump unter seinen Anhängern zunehmend den Anschein der Unfehlbarkeit einbüßt, steht letztlich die gesamte Maga-Bewegung auf dem Spiel.“Barbara Kramzar  Zum Originalartikel La Repubblica (IT) / 04. November 2026La RepubblicaLand des MediumsItalienSprache des MediumsItalienischArt des MediumsTageszeitungErscheinungsweisetäglichVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtunglinksliberalAuflage137.000(2022)Herausgeber/VerlagGruppo Editoriale L’Espresso SpAOnline-BezahlmodellInhalte teilweise kostenpflichtigKompromisse oder neues Trauma?La Repubblica fragt sich, wie Trump auf die Niederlage reagieren wird:„'Ich bin absolut bereit, die Ergebnisse zu akzeptieren. Ich werde mit den Demokraten zusammenarbeiten, wir werden wahrscheinlich einen Weg finden.' So äußerte sich Donald Trump gegenüber der New York Times nach der deutlichen Niederlage bei den Zwischenwahlen. Ob er sein Versprechen einhalten und es vermeiden wird, den Vereinigten Staaten ein weiteres Trauma wie den Sturm auf das Kapitol am 6. Januar zuzumuten, bleibt abzuwarten – ebenso wie die Frage, zu welchen Kompromissen er bereit ist. Dazu gehört auch der Iran, wo er möglicherweise weiterhin der starken Versuchung erliegen könnte, militärische Gewalt einzusetzen, um das Land und die Welt abzulenken.“Paolo Mastrolilli  Zum Originalartikel France Inter (FR) / 04. November 2026France InterLand des MediumsFrankreichSprache des MediumsFranzösischArt des MediumsOnlineportalErscheinungsweisetäglichVerbreitungsgebietlandesweitPolitische AusrichtunglinksliberalVisits10.000.000 – 20.000.000Herausgeber/VerlagSociété Nationale de Radiodiffusion Radio FranceOnline-BezahlmodellAlle Inhalte kostenfreiGlobale Machtverhältnisse verschieben sichDas könnte der Beginn einer neuen Weltordnung sein, meint Kolumnist Pierre Haski in France Inter:„Trump wird zwar weiterhin seinen Kopf durchsetzen, aber nun könnte ihn die Macht der Institutionen einholen, die versuchen werden, das seit zwei Jahren völlig missachtete Prinzip der Gewaltenteilung wieder durchzusetzen. ... Der Kongress könnte die Korruption in Trumps Umfeld sowie die Missstände unter Pete Hegseth untersuchen, um jeden Dollar kämpfen, der in einen endlosen Krieg ohne klares Ziel im Iran fließt, und seine Annäherung an Russland blockieren. ... Ob es nur eine teilweise oder komplette Niederlage ist: Trump ist mit seinem Versuch gescheitert, der Welt eine amerikanische imperiale Ordnung aufzuzwingen. Die Verbündeten und Rivalen der USA werden das sehen und sich ermutigt fühlen, wie Kanada es vorgemacht hat, das Kräfteverhältnis zu verändern.“Pierre Haski  Zum Originalartikel