IKEAs erste batteriebetriebene Matter-Geräte hatten bekanntlich einen schwierigen Start. Firmware-Updates über den DIRIGERA-Hub brachten zwar Besserung, doch restlos beheben ließen sich die Probleme auf dem Softwareweg offenbar nicht. Jetzt deuten neue FCC-Zulassungen darauf hin, dass die Schweden das Problem an der Wurzel anpacken und kurzerhand die interne Hardware austauschen.Softwareverbesserungen stoßen an ihre GrenzenBetroffen sind der Bewegungssensor Myggspray, der Tür- und Fenstersensor Myggbett sowie die beiden Bilresa-Fernbedienungen, einmal mit zwei Tasten, einmal mit Scrollrad. Alle vier Geräte sind seit Ende 2025 beziehungsweise Anfang 2026 im Handel und sorgten seitdem für Frustration: abbrechende Kopplungsvorgänge, instabile Verbindungen und eine spürbar knappe Batterielaufzeit gehörten zum Alltag. Ein Nutzer auf Reddit testete sogar 59 Bilresa-Fernbedienungen systematisch durch – nur rund die Hälfte baute überhaupt eine stabile Verbindung auf. IKEA hatte die Probleme im Februar gegenüber The Verge eingeräumt und mit Firmware-Updates nachgebessert, Apfelpage berichtete. Ganz aus der Welt schaffen ließ sich die Misere damit aber nicht.Neue FCC-IDs sprechen für ChipwechselWie Ward Zhou vom Fachportal Matter Alpha in einer Analyse herausarbeitet, hat IKEA die vier Produkte nicht unter bestehenden FCC-IDs nachgereicht, sondern komplett neue Zulassungen beantragt. Das ist nach den Regularien der US-Zulassungsbehörde nur dann erforderlich, wenn zentrale Funkkomponenten wie der Chipsatz getauscht werden – ein bloßes Platinenredesign oder eine angepasste Antenne hätte unter dem bisherigen Eintrag laufen können.In den aktuellen Revisionen aller vier Geräte steckt Qorvos QPG6200L, ein Low-Power-Chip für Thread, Zigbee und Bluetooth LE. Genau dieser Baustein wird in der Smart-Home-Szene produktübergreifend mit Stabilitätsproblemen in Verbindung gebracht – verzögerte Reaktionen, Schwierigkeiten beim Wiederverbinden und ein ungewöhnlich hoher Ruhestromverbrauch treten bei verschiedenen Herstellern auf. Wenn die Schwäche im Silizium selbst liegt, kann Firmware nur begrenzt gegensteuern.Welcher Chip kommt als Nächstes?Die internen FCC-Fotos und Bauteillisten liegen noch unter Verschluss. Matter Alpha skizziert zwei Szenarien: Im günstigsten Fall wechselt IKEA auf eine verbesserte Revision der Qorvo-Plattform – beide Gerätegenerationen könnten dann auf einer gemeinsamen Firmware-Basis laufen. Ein Wechsel zu Silicon Labs oder Telink, die IKEA bereits in anderen Matter-Produkten einsetzt, würde dagegen separate Firmware-Stränge und eigene Update-Zyklen nach sich ziehen. Äußerlich wird sich an den Geräten voraussichtlich nichts ändern: Produktnamen, Preise und Verpackung bleiben gleich. Wer gezielt zur neuen Revision greifen möchte, muss die geänderte FCC-ID auf dem Typenschild prüfen. Für Besitzer der Erstauflage bedeutet der Chipwechsel nicht das Ende des Supports – wohl aber, dass Alt- und Neugeräte künftig unterschiedliche Firmware-Versionen erhalten dürften. IKEA selbst hat sich bislang nicht zu den Hardware-Revisionen geäußert.Der Beitrag IKEA tauscht offenbar den Chip in vier Matter-Geräten: Neue FCC-Zulassungen deuten auf Hardware-Revision hin erschien zuerst auf Apfelpage.