Flüchtlingsboot vor Kanaren gekentert: Viele Tote befürchtet

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03.09.2026 13.27Online seit heute, 13.27 UhrBei der Überfahrt in einem Holzboot von Westafrika zu den Kanaren könnten Dutzende Menschen ums Leben gekommen sein. Wie die staatliche spanische Seenotrettungsorganisation heute mitteilte, wurde gestern Abend ein Boot mit 44 Menschen und fünf Leichen 140 Kilometer südlich von Gran Canaria entdeckt.Nach Angaben der spanischen Nichtregierungsorganisation Caminando Fronteras (Grenzgänger) soll das Boot am 7. August von Gambia aus mit 127 Menschen in See gestochen sein. Diese Angaben hätten auch einige der Überlebenden der spanischen Polizei bestätigt, berichtete der spanische TV-Sender RTVE.Reuters/Borja SuarezDie Fahrt in kleinen, offenen Holzbooten über den Atlantik gehört zu den gefährlichsten Fluchtrouten. Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) erreichten seit Jahresanfang mehr als 4.800 Menschen von Afrika aus die zu Spanien gehörenden Kanaren.Wie viele Menschen dabei durch Stürme, Hunger oder Durst ums Leben kamen, ist nicht genau bekannt. Das UNHCR zählte im Atlantik und im westlichen Mittelmeer seit Jahresbeginn 586 Tote oder Vermisste, während Caminando Fronteras schon bis Mai von mehr als 1.300 Toten und Vermissten ausgeht.