03.09.2026 12.35Online seit heute, 12.35 UhrInsgesamt 14 protestierende Studierende, Aktivistinnen und Aktivisten und Oppositionelle sollen in Serbien seit Jahresbeginn durch gesetzwidrige Spionagesoftware auf ihren Smartphones ausgespäht worden sein. In einer ersten Reaktion der Behörden bestritt Parlamentspräsidentin Ana Brnabic die Angaben. „Absolut nicht“, erklärte sie gegenüber dem TV-Sender Euronews gestern Abend.Die Vertreter der seit Ende 2024 laufenden Studentenproteste teilten die Erkenntnisse über die Spionage seitens der Behörden zuvor bei einer ersten Pressekonferenz mit.Die Spionage sei vom Citizen Lab der Universität von Toronto und auch von der Menschenrechtsorganisation Amnesty International bestätigt worden. Auch der Abgeordnete der oppositionellen Grünen-Linken-Front, Radomir Lazovic, gab bekannt, dass auch sein Smartphone ausspioniert worden sei.Die Smartphones seien mit der Spionagesoftware „Pegasus“ der israelischen NSO Group angegriffen worden, erläuterte Ela Zekovic von der Fakultät für Politikwissenschaft. Der Einsatz dieser Software zum Ausspähen von Organisationen und Medien hatte bereits in verschiedenen Ländern für Empörung gesorgt. 2020 war der Einsatz von „Pegasus“ in mehreren EU-Ländern aufgedeckt worden.